Dürrenäsch

Als Erstes schaffte der Verein einen Atmosphärographen an

Der Jubiläumsanlass in Dürrenäsch stiess auf grosses Echo. mr

Der Jubiläumsanlass in Dürrenäsch stiess auf grosses Echo. mr

100 Jahre Verkehrs- und Verschönerungsverein Dürrenäsch, fünf Jahre Kulturkommission Dürrenäsch. Ein doppeltes Jubiläum wurde in in der Gemeinde mit viel Dorfkolorit gefeiert.

Farbig untermalt von der Brass-Formation «Blächzüg» und den kecken Darbietungen des Duos Comixnix. Neben den Worten von VVD-Präsident Willi Braun und dem Präsidenten der Kulturkommission, Hermann Graser, steuerte auch Gemeindeammann Hansjörg Hintermann seine Ovationen bei. Wie der später gezeigte Film über das gigantische Feuerwerk zu «1111 Jahre Dürrenäsch» boten seine Worte (humorvollen) Zündstoff.

Um Näheres aus den Gründungszeiten des Verkehrs- und Verschönerungsvereins zu finden, sei er ins Archiv hinuntergestiegen, sagte der Gemeindemann. Er sei nicht fündig geworden, habe in den Akten aber gesehen, dass zu jener Zeit viele Dürrenäscher wegen verschiedener Delikte straffällig geworden seien. Da habe es den Verschönerungsverein wohl gebraucht, um die Leute auf schöne Gedanken zu bringen.

Zu Gründung der Kulturkommission vor fünf Jahren bemerkte Hintermann, dass dies ein sehr weiser Entscheid gewesen sei. Wenn es mit der Institution so fantasievoll weitergehe, werde sie in 95 Jahren zum 100-Jahr-Jubiläum ebenfalls gewürdigt werden.

Ruhebänke und Weihnachtslichter

Mit einer sorgfältig gestalteten Bildprojektion zeigte Präsident Willi Braun auf, in welcher Form sich der VVD für die Verschönerung des Dorfes einsetzt. So etwa mit Ruhebänken, den Bundesfeiern auf dem «Chnübel», der Weihnachtsbeleuchtung und vielem anderem mehr.

Die erste «Tat» des 1912 mit 71 Unterschriften gegründeten «Einwohner- und Verkehrsvereins» war die Anschaffung eines «Atmosphärographen», der beim Waaghüsli platziert wurde. Namhafte Firmen, so etwa Maggi oder Cailler, wurden um einen finanziellen Zustupf angefragt. Ob sich die moralische Wetterlage mit der etwas speziellen Anschaffung gebessert hat, bleibe dahingestellt.

Gute Zusammenarbeit

Mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein verstehe man sich gut, obwohl man sich bewusst abgrenze, sagte Hermann Graser, der Präsident der noch jungen Kulturkommission. Arbeite der VVD mit «Ärmel hinauf krempeln» eher pragmatisch, fülle die Kulturkommission das Ganze mit kulturellem Inhalt.

Wie man aus der Präsentation von Isidor Keller entnahm, wurden in den letzten fünf Jahren unter der Ägide der Kulturkommission Fotopräsentationen oder Bilderausstellungen gezeigt und es wurden Konzerte, Buchlesungen, Varieté- und Unterhaltungsabende organisiert. Auf das Konto der Kulturkommission gehen auch Jungbürgerfeiern, Neuzuzügeranlässe oder das Kulturbistro.

Mit einer schriftlichen Umfrage, bei der es attraktive Preise zu gewinnen gibt, wurden die Anwesenden eingeladen, ihre Zufriedenheit über die Tätigkeit der Kulturkommission auszudrücken oder Verbesserungsvorschläge anzubringen.

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