Es war in der Nacht vom 13. auf den 14. Januar 1963, in der sich eine Eisdecke auf dem Hallwilersee bilden konnte. Am 17. Januar vermeldete das «Aargauer Tagblatt», das Eis sei zwischen acht und zwölf Zentimeter dick.

In jener Woche tummelten sich am Mittwochnachmittag, als in den Seeufergemeinden schulfrei war, «viele jugendliche Schlittschuhläufer auf der glatten Fläche, die von einem Hauch Pulverschnee» überzogen war. Bereits um die Mittagszeit hätten es Vereinzelte gewagt, mit den Schlittschuhen von Birrwil zum «Delphin» zu fahren oder den gefrorenen See zwischen Beinwil und der «Seerose» zu überqueren.

Über den See zum Ausverkauf

az-Leserinnen und -Leser haben uns viele spannende Bilder rund um das Naturspektakel geschickt. Christine Schönbächler-Koch, die in Meisterschwanden oberhalb des Restaurants Delphin aufgewachsen ist, schreibt zu ihrem Bild: «Auf dem Foto sehen Sie meinen Vater, wie er zu Fuss nach Allschwil (Boniswil) in den Ausverkauf geht, um meiner Mutter Marie Koch-Hummel einen Mantel zu kaufen. Mein Bruder Hans auf dem Schlitten, warm eingepackt.»

Pius Perini-Seiler schreibt zu seinem Foto: «Wir waren eine junge Familie und mussten natürlich die Seegfrörni sehen.» Auf dem Foto: Ein junger Mann, der im eiskalten Wasser badet. Vielleicht hat sich der Mann ja beim Würstli- und Caféstand aufgewärmt, der auf dem Foto von Werner Gautschi zu sehen ist.

Einer der jüngsten Seebesucher war wohl Aldo Siegrist. Er hat sich bereits im zarten Alter von sieben Monaten auf das Eis getraut - natürlich zusammen mit Mutter Fulvia.