Lenzburg

Aktion zur Rettung von jungen Wildtieren

Auch die Feldlerche ist beim Mähen der Wiesen gefährdet. ZVG

Auch die Feldlerche ist beim Mähen der Wiesen gefährdet. ZVG

Zum zweiten Mal führte dieses Jahr die Stiftung Wildtiere, Natur, Landschaft und Leben (WNLL) ihr Projekt «Rettet die jungen Wildtiere» durch. Mit Erfolg, wie Geschäftsführer Thomas Laube feststellt.

Jeden Frühling spielt sich das gleiche Drama ab: Wenn die Wiesen gemäht werden, bedeutet das für viele Jungtiere den Tod. Kleine Insekten, Blindschleichen und Ringelnattern, junge Frösche und Kröten, aber auch die brütende Feldlerche, frisch geborene Feldhasen und Rehkitze, die in den Gras- und Heuwiesen ihren ersten Lebensraum haben, sind gefährdet. Anderseits sind die rund 33000 Hektaren Wies- und Weideland im Kanton Aargau wichtige Flächen für die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln und müssen gemäht werden. «Der sorgfältige Umgang mit diesem für die Biodiversität hoch bedeutsamen Lebensraum ist unser Kernanliegen», betont Stiftungsratspräsident René Gyr, der massgeblich an der Gründung der Stiftung beteiligt war.

Zusammen mit dem Aargauischen Jagdschutzverein, Pro Natura Aargau und dem Bauernverband Aargau wurde eine Broschüre erarbeitet, welche den Landwirten Tipps gibt, wie ein möglichst flächendeckender Frühjahrsschutz für die jungen Wildtiere erreicht werden kann. Dazu gehört das Absuchen der Wiesen und das Vergrämen der Wildtiere vor dem Mähen sowie das Einhalten gewisser Richtlinien beim Mähen.

Landwirte und Jäger gemeinsam

Am Projekt beteiligt haben sich rund 200 Aargauer Jagdreviere mit über 1000 Funktionären. Diese überbrachten die Broschüre persönlich den rund 3500 Bauerfamilien. Daraus ergaben sich erste Absprachen über den möglichen Zeitpunkt der Mahd. Die Jäger unterstützten die Landwirte beim Verblenden. Das Resultat ist offensichtlich: «Wenn verblendet wurde, werden wenig bis keine Kitze vermäht», stellt Thomas Laube fest. Er führt in seinem Revier jeweils Nachkontrollen durch. Genaue Statistiken über die Anzahl geretteter Tiere liegen jedoch nicht vor.

Als Dank für die beteiligten Landwirte wurde ein Wettbewerb durchgeführt. Die Glücksfee Nicole Gyr, Tochter des Stiftungsratspräsidenten, zog aus über 600 richtigen Antworten die drei Gewinner: Der erste Preis (1000 Franken) geht an Jakob Graber, Vordemwald, der zweite Preis (600 Franken) an Tanja Mahrer, Möhlin, der dritte Preis (400 Franken) an Rudolf Zulauf, Schinznach-Dorf.

Informationen: www.wnll.ch

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