Seengen / Fahrwangen

AKB schliesst ihre Filiale in Fahrwangen und fasst Fuss in Seengen

(Symbolbild)

Die AKB stellt die Weichen im Seetal neu

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) zieht sich aus Fahrwangen zurück und schliesst ihre Filiale am Bärenplatz. Stattdessen eröffnet die AKB eine Geschäftsstelle in Seengen. Fahrwangen verliert damit seine letzte Bank im Dorf.

In den vergangenen Jahren ist Seengen mehr als doppelt so stark gewachsen als Fahrwangen. Ende 2013 waren laut neusten Zahlen in der grössten Gemeinde am Hallwilersee rund 3700 Personen gemeldet, Fahrwangen zählte ungefähr 1950 Einwohner.

Diese unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklungen schlagen sich verstärkt in der lokalen Wirtschaft nieder: Die Aargauische Kantonalbank (AKB) wird 2015 ihre Niederlassung in Fahrwangen schliessen und eine neue Geschäftsstelle an der Unterdorfstrasse 4 in Seengen eröffnen. Das Fahrwanger Team unter der Leitung von Barbara Stutz wechselt in corpore an den neuen Standort in der Überbauung «Seeblick» nahe der neuen Post, wie die AKB am Dienstag mitteilte.

Bancomat in Fahrwangen bleibt

Grund für den Umzug ist laut AKB unter anderem die steigende Attraktivität Seengens: «Die erfreuliche Geschäftsentwicklung im Seetal, strategische Wachstumsentscheide und die positiven Entwicklungsperspektiven der Gemeinde Seengen waren ausschlaggebend für unseren Entscheid», so René Chopard, Leiter Privat- und Firmenkunden der AKB. Man wolle so die Dienstleistungen für Privat- und Firmenkunden im Seetal gezielt ausbauen.

Ganz aus Fahrwangen wird sich die AKB nicht zurückziehen: Der Bancomat bleibt in Betrieb. «Wir sind überzeugt, dass die bisherigen Kunden uns auch am neuen Standort gerne aufsuchen, auch wenn der Weg für einige etwas länger ist», so Niederlassungsleiterin Barbara Stutz. Das genaue Datum der Neueröffnung steht noch nicht fest. Der Umzug ist laut AKB auf Mitte 2015 geplant.

Fahrwangen nicht offiziell informiert

In Seengen, das mit Valiant und der Neuen Aargauer Bank heute bereits zwei Bankfilialen in der Gemeinde hat, wird die AKB mit offenen Armen empfangen. «Das ist eine Bereicherung für den Standort Seengen», sagt Gemeindeammann Jörg Bruder. «Uns freut auch, dass die drei Banken im Dorf verteilt und nicht an einem einzigen Ort konzentriert sind.»

In Fahrwangen dagegen ist das Bedauern über den Wegzug der AKB gross - und noch grösser die Überraschung über diesen Schritt, denn der Gemeinderat erfuhr offiziell erst am Dienstag vom Verlust der letzten Bank im Dorf. «Das ist für Fahrwangen sehr unerfreulich», sagt Gemeindeammann Patrick Fischer.

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