Gestern stand der 30-Jährige vor dem Bezirksgericht Lenzburg. Der Mann habe sich gleichgültig und unbeeindruckt gezeigt, berichtet Luisa Duppenthaler von TeleM1. «Der Beschuldigte sass ganz entspannt auf seinem Stuhl.» Es war nicht das erste Mal, dass er sich vor Gericht verantworten musste. Auch deshalb nützten die zahlreichen Entschuldigungen, die der Angeklagte vorbrachte, wenig. Dass es ihm leid tue, habe er doch schon das letzte Mal bekräftigt, merkte der Gerichtspräsident an.

Das Gericht verurteilte den Marokkaner zu drei Jahren Haft und einem anschliessenden Landesverweis für zehn Jahre. Staatsanwältin Karin Scheidegger zeigte sich zufrieden: «Er macht nicht wirklich mit, es ist ihm egal – so kann er sich nicht aus dieser Spirale befreien.» Besonders erfreut ist Scheidegger über den Landesverweis. «Der Gerichtspräsident hat klar Stellung genommen. Ein Verhalten, wie es der Beschuldigte an den Tag legt, ist nicht tolerierbar. Das ist ein klarer Fall für eine Landesverweisung.» Nach drei Jahren Haft müsste der Marokkaner also den Schengenraum verlassen – das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Polizeibilder vom August