«Es gab Terminkollisionen mit andern Concours», erklärte OK-Präsident Markus Hauri. «Ausserdem gingen die Nennungen in den letzten Jahren immer mehr zurück.» Deshalb hat sich der Verein entschieden, das Programm zu straffen.

Plötzlich 48 statt 19 Paare am Start

Wie alle Turniere auf Gras hat auch die Seoner Springkonkurrenz darunter zu leiden, dass sich immer weniger Reiter im Voraus anmelden. Viele entscheiden sich erst kurzfristig, falls das Wetter gut ist und der Boden optimale Bedingungen bietet, für eine Teilnahme.

So waren beispielsweise für die sportlich anspruchsvollsten Prüfungen am Sonntagnachmittag, in welchen die Hindernisse eine Höhe von bis zu 125 Zentimetern aufwiesen, vor einer Woche erst 19 Teilnehmer gemeldet. Tatsächlich waren dann 48 Paare am Start. Dies stellt die Veranstalter jeweils vor grosse organisatorische Probleme und macht auch die finanzielle Planung schwierig. «Wir sind immer auf Wetterglück angewiesen», erklärte OK-Vizepräsident Daniel Zimmerli.

Von Freitag bis Sonntag kämpften Reiterinnen und Reiter und ihre Pferde um Siege und Platzierungen. Im Ganzen wurden 14 Prüfungen ausgetragen. Über 90 Zentimeter massen sich noch junge oder unerfahrene Pferdesportler, bis 125 Zentimeter hoch waren die Hindernisse für die Könner. Diese Anforderungen verlangten von Zwei- und Vierbeinern viel Mut und Können, und das wiederum zahlreich erschienene Publikum konnte spannende Wettkämpfe verfolgen.

Final des neuen Cups

Zwei zusätzliche Prüfung wurde trotz des gedrängten Zeitplans in das Programm aufgenommen: Die zweite Qualifikation und der Final des Bünztal-Seetal-Cups (siehe separater Text). Die Equipenprüfung vom Freitag gewann das Team RV Wynental/Hallwil mit Simone Mätzler, Verena Hofmann, Tina Haller und Nicole Thill. Beim Final der besten Einzelreiter am Sonntagnachmittag siegte Petr Reznar aus Niederwil vor Moreno Pichierri aus Schöftland, Mitglied des Reitvereins Hallwil.

Ein weiteres, überaus erfolgreiches Mitglied hat der Reitverein Hallwil in seinen Reihen: Kürzlich gewann die Veltheimerin Chantal Müller mit ihrem Pferd U Tabasca bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter die Team-Goldmedaille. Zusammen mit Salome di Gallo, die ihre Pferde im Seoner Stall Hauri stehen hat und bei den Junioren den Team-Europameistertitel erreichte, wurde sie am Sonntag für ihren Erfolg geehrt.