Ohne Vorwarnung soll der Schäferhund auf den Feuerwehrmann losgegangen sein. Der Hallwiler Feurwehrkommandant Roger Zink war gerade auf dem Rückweg von einem Einsatz, als der Schäferhund knurrend um die Ecke kam. Das Tier sei direkt auf ihn los und hätte ihn in den Arm gebissen, erzählt der Feuerwehrmann gegenüber dem Regionalsender Tele M1.

Zink hatte Glück im Unglück: Die dicke Einsatzleiter-Jacke verhinderte Schlimmeres. Die Bisswunden waren nicht tief, aber deutlich erkennbar. Auf der Armunterseite blieb ihm ein leichter Bluterguss.

Gegenüber Tele M1 sagt Zink, er möchte sich nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn der Schäferhund jemand anderes erwischt hätte. Nebenan sei gerade ein Schulhaus: «Wenn da ein Kind gebissen worden wäre, dann wäre es ganz anders ausgegangen», so Zink. Nachdem er vergeblich auf eine Entschuldigung der Halter gewartet habe, entschied er sich, Anzeige zu erstatten.

Als Präsident des Schäferhundclubs Aarau ist Peter Säuberli ein Experte, was das Wesen des Schäferhundes betrifft. So sei laut Säuberli der Schäferhund per se kein aggressiver Hund. Fehler in der Erziehung oder bereits in der Zucht könnten jedoch Ursachen für grundlos aggressives Verhalten eines Schäferhundes sein. Den Vorfall in Hallwil verurteilt er scharf. Solch ein Vorfall schade dem Image von Hundehaltern. «Das darf einfach nicht passieren. Absolut nicht», so Säuberli.

Die Vorwürfe liess die Hundehalterin nicht auf sich sitzen und nahm ebenfalls zu dem Vorfall Stellung. Per E-Mail an Tele M1 teilte sie mit, dass alles masslos übertrieben worden sei und ihr Schäferhund nur leicht zugeschnappt hätte. Zudem hätte ihr Sohn, der den Hund an der Leine geführt hätte sich auch direkt bei Roger Zink entschuldigt. (mon)