Würenlingen

Aargauer Atemschutz-Chefs müssen stets auf dem neuesten Stand sein

Posten Brandbekämpfung: Die Kursteilnehmer üben das korrekteVorrücken bis zum Brandherd. DO

Posten Brandbekämpfung: Die Kursteilnehmer üben das korrekteVorrücken bis zum Brandherd. DO

Kaum ein Brand kann von den Feuerwehren ohne den Einsatz von Atemschutz gelöscht werden. Umso wichtiger ist eine konstante Weiterbildung der Atemschutzchefs, die für die entsprechende Ausbildung in ihren Feuerwehren verantwortlich sind. .

Die Atemschutz-Chefs der Aargauer Feuerwehren und ihre Stellvertreter müssen alle vier Jahre einen von der Aargauischen Gebäudeversicherung durchgeführten Weiterbildungskurs absolvieren. Dieses Jahr ist der Kreis 2 an der Reihe (Bezirke Baden und Zurzach).

Unter der Leitung von Kurskommandant André Barfuss und seinem Stellvertreter Sascha Baumann setzten sich die Kursteilnehmer mit dem Thema «Atemschutzeinsatz bei Grossereignissen» auseinander. An sechs Posten lernten sie nicht nur technische Neuerungen kennen, sondern auch die Möglichkeiten, mit einfachen Mitteln eine Übung für mehrere Atemschutz-Abteilungen zu gestalten. Das Feuerwehrmagazin Würenlingen und die unmittelbare Umgebung erwiesen sich dabei als idealer Kursort.

Ein technisches Hilfsmittel, über das immer mehr Feuerwehren verfügen, ist die Wärmebildkamera. In praktischen Übungen wurden die Einsatzmöglichkeiten, aber auch die Grenzen dieses Geräte aufgezeigt.

Wie anstrengend das Arbeiten in voller Atemschutz-Montur ist weiss nur, wer es selber ausprobiert hat. Umso wichtiger sind die regelmässigen Leistungstests, denen sich die Atemschutzleute unterziehen müssen. Am Kurs erhielten die Chefs Tipps zur Durchführung solcher Tests sowie deren Datenerfassung.

Demonstrationen am Holzmodell

An einem einfachen Holzmodell demonstrierte Instruktor Doriano Moz, wie sich ein kleines Feuer in einem Zimmer durch den Wärmestau zu einem Vollbrand entwickeln kann (Flashover). Am gleichen Modell zeigte er den Backdraft (Rauchgasexplosion). «Die Kenntnis dieser Vorgänge ist wichtig für das richtige Verhalten im Brandfall», erläuterte er.

Die Kommunikation innerhalb eines Trupps wurde trainiert, wobei sich die Teilnehmer mit zugeklebter Schutzbrille in einem unbekannten Raum fortbewegen mussten. Weiter galt es, einen Atemschutz-Warteraum aufzubauen der möglichst reibungslose Ablösungen sowie eine genaue Kontrolle von Eingang und Ausgang gewährleistet.

Der intensive Vormittag vermittelte den Atemschutz-Chefs zahlreiche Ideen für die Ausbildung in ihren Feuerwehren.

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