Unihockey

Aargau United steht vor dem Umbruch

UAU-Captain Björn Strebel auf dem Spielfeld im Einsatz.Ruedi Burkart

UAU-Captain Björn Strebel auf dem Spielfeld im Einsatz.Ruedi Burkart

Morgen Samstag geht für 2.-Ligist Unihockey Aargau United (UAU) die Meisterschaftspause zu Ende. Das revidierte Ziel nach einerlamentablen ersten Saisonphase heisst kurz und knapp: Ligaerhalt.

Liesse man in einem Voting über die schönsten Tenues von Sportteams abstimmen, der in Lenzburg beheimatete Dachverein Unihockey Aargau United (UAU) würde sich wohl ganz vorne klassieren. Das blau-schwarze Trikot ist angelehnt an das Aargauer Wappen, mit drei weissen Wellen auf den Shorts und drei fünfstrahligen Sternen auf dem Rücken. Leider sorgt ein schönes Shirt auch im Unihockey nicht automatisch für Punkte.

Und so stehen die Vereinigten (so nennt man sich bei UAU selbst) in der Tabelle nach 12 von total 18 Partien mit nur 14 Punkten auf dem drittletzten Rang. Dabei wollte man doch im dritten Jahr des Bestehens (siehe Box) endlich einmal ganz vorne mitspielen. Doch dort steht mit Aarau aktuell einer der Liganeulinge. Morgen Samstag, 7. Januar, empfängt UAU in der Bremgarter Isenlaufhalle um 19 Uhr den Leader aus der Hauptstadt zum Aufgalopp ins Jahr 2017.

Fokus auf die Zukunft

Nicolas Emch ist ein Trainerfuchs. Ihm kann man nichts vormachen. Seit zwei Jahrzehnten ist der UAU-Trainer dabei und coacht im dritten Jahr die 1. Mannschaft. Zuvor war er lange Jahre beim UHC Bremgarten Übungsleiter. Nennt er die Gründe für den unerwartet schlechten Saisonverlauf, nimmt er sich selbst in der Analyse nicht aus. «Vielleicht braucht es einmal andere Ideen in dieser Mannschaft», sagt er erfrischend offen.

Auch wenn UAU-Präsident Adrian Meyer betont, dass noch offen sei, wie es nach dem Saisonschluss weitergehe («wir sind in Gesprächen mit dem Trainerstaff»), bei den Lenzburgern zeichnet sich ein Umbruch ab. Offenbar nicht nur auf der Trainerposition, sondern auch innerhalb des Teams. «Wir werden jetzt vermehrt versuchen Spieler aus der U21 einzubauen», so Emch, «ältere Akteure werden eventuell zurücktreten.» Kurz: Das Kader soll fitgemacht werden für die Zukunft. Und möglicherweise mit einem neuen Coach in die Saison 2017/18 starten.

Wie sein Trainer ist auch Adrian Meyer seit Beginn der Ära Unihockey Aargau United dabei. Der Präsident attestiert seinem Trainergespann Emch/Morf grundsätzlich gute Arbeit. «In den Trainings wird konzentriert gearbeitet, da könnte ich nichts aussetzen.» Doch auch ihm schlägt der fehlende sportliche Erfolg aufs Gemüt – zumindest ein wenig.

«Wir erleben jetzt das sportlich schwierigste Jahr seit der Gründung 2014. Nicht nur bei den Aktiven, auch im Nachwuchs.» Im kommenden Herbst wird mit grosser Wahrscheinlichkeit kein Juniorenteam mehr in der höchsten Liga vertreten sein. Meyer: «Trotzdem bin ich sicher, dass die Richtung, die wir eingeschlagen haben, stimmt.»

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