Lenzburg

559 Unterschriften gegen Raser und Lärm: Anwohner stellen mehrere Forderungen

Von links: Beat Leuenberger (Komitee), Finni Keller (Unterstützerin), Rosalie Rielle (Komitee), Marcel Spörri (Komitee und EVP-Einwohnerrat), Ernst Urech (Komitee), Martin Stücheli (SVP-Stadtrat ), Anja Voegeli Knapp (Komitee und SP-Einwohnerrätin), Christian Brenner (Leiter Abteilung Tiefbau und Verkehr), Peter Vogt (Komitee) und Thomas Schär (Präsident SP Lenzburg).

Von links: Beat Leuenberger (Komitee), Finni Keller (Unterstützerin), Rosalie Rielle (Komitee), Marcel Spörri (Komitee und EVP-Einwohnerrat), Ernst Urech (Komitee), Martin Stücheli (SVP-Stadtrat ), Anja Voegeli Knapp (Komitee und SP-Einwohnerrätin), Christian Brenner (Leiter Abteilung Tiefbau und Verkehr), Peter Vogt (Komitee) und Thomas Schär (Präsident SP Lenzburg).

Die Anwohner der Murackerstrasse haben ihre Petition dem Stadtrat übergeben.

Die Bewohner an der Murackerstrasse in Lenzburg haben Rasern und ihren getunten Autos den Kampf angesagt. Und das mit Erfolg: Innerhalb dreier Wochen haben rund 559 Personen die Petition «Mehr Wohnqualität an der Murackerstrasse» unterschrieben. Die Forderung des Komitees: Die gefährlichen und lärmigen Rasereien und Autorennen sollen mit baulichen Massnahmen beziehungsweise Temporeduktion verhindert werden. Stadtrat Martin Stücheli (SVP) und Christian Brenner, Leiter Abteilung Tiefbau und Verkehr, haben die Unterschriften am Montag entgegengenommen.

«Mit unserem Anliegen sind wir beim Sammeln der Unterschriften auf offene Ohren gestossen», sagen die Mitglieder des Komitees. Zwar seien sie überrascht gewesen, dass so viele Leute unterschrieben hätten. «Aber es widerspiegelt auch, dass es ein Anliegen vieler ist.» Die Unterstützer seien froh, dass jetzt auf offiziellem Weg etwas gemacht werde. «Denn viele haben das Gefühl, bei der es nütze nichts mehr, bei der Regionalpolizei anzurufen.»

«Wir nehmen das Anliegen ernst»

Die Anwohner leiden vor allem nach Feierabend und am Wochenende unter den Rasern und dem Motorenlärm. Die knapp 500 Meter lange und schnurgerade Strecke zwischen Bahnhof und Ringstrasse lade Raser geradezu ein, zu beschleunigen, sagte SP-Einwohnerätin und Mitglied des Komitees, Anja Voegeli Knapp, im Februar gegenüber der AZ. Vor drei Jahren verlor gar ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr in einen Holzzaun.

Etwa 40 Prozent der Unterschriften stammen von Anwohnern. Weitere 40 Prozent der Unterstützer sind Lenzburger, die sich ebenfalls von den Rasern und ihren getunten Autos gestört fühlen oder das Anliegen aus Überzeugung unterstützen. 20 Prozent der Unterschriften leisteten Auswärtige.

«Das Anliegen nehmen wir sehr ernst», sagt Stadtrat Martin Stücheli und ergänzt: «Gemeinsam mit der Abteilung Tiefbau und der Regionalpolizei werden wir bald zusammensitzen und mögliche Massnahmen besprechen.» Eine Variante könne eine Tempo-30-Zone an der Murackerstrasse sein.

Am Montagabend war die Petition bereits Thema an der Verkehrssitzung. Und am Donnerstag doppeln mehrere Parteien im Einwohnerrat nach und reichen eine Motion ein. Sie fordern Lösungen gegen Raser und Motorenlärm an der Muracker- und der Ringstrasse sowie am Niederlenzer Kirchweg.

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