Seengen
53 Zimmer und Panorama-Wellnessbereich: Grünes Licht für Eichberg-Hotel

Die Baubewilligung für den neuen Trakt des Hotel «Eichberg» liegt vor. Er beinhaltet 53 Zimmer. Im Herbst sollen die Bauarbeiten auf dem Aussichtspunkt über das Seetal beginnen, im Frühjahr 2016 soll die Einweihung über die Bühne gehen.

Fritz Thut
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Die Südfassade des neuen Hoteltrakts auf dem Aussichtspunkt Eichberg oberhalb von Seengen.

Die Südfassade des neuen Hoteltrakts auf dem Aussichtspunkt Eichberg oberhalb von Seengen.

Visualisierung Stadler Architekten AG

Grosse Bauprojekte brauchen einfach etwas mehr Zeit, als unternehmerisch motivierte Optimisten jeweils annehmen. Für den Neubau eines Hoteltrakts mit 53 Zimmern für 83 Betten auf dem Eichberg ob Seengen hat die Baubewilligung dieser Tage Rechtskraft erlangt.

Ursprünglich hatte man die Erweiterung bereits in diesem Jahr in Betrieb nehmen wollen, doch die verschiedenen Verfahren führten zu einer Verzögerung und so wird das Hotel Restaurant Eichberg mit dem Bau der Erweiterung erst in diesem Herbst beginnen.

Wenn ab jetzt alles glatt läuft, soll nach einer Bauzeit von eineinhalb Jahren im Frühjahr 2016 die Einweihung stattfinden. Die Investitionssumme beläuft sich auf etwa 15 Millionen Franken.

Mehr Wellness und Seminare

Hotelier Eli Wengenmaier kommt die Verzögerung, die auch durch die Nachreichung eines ursprünglich nicht verlangten Fachgutachtens entstand, nicht nur ungelegen: «Wir konnten selbst neue Erkenntnisse in die Planung einfliessen lassen.»

So hätten sich im Markt für Kuren mit der Einführung der Fallpauschalen die Rahmenbedingungen verändert. «Eher zu unseren Ungunsten», so Wengenmaier. Deshalb wird das frühere klassische Kurhaus die Ausrichten modifizieren: «Wir werden mehr Gewicht auf den Wellnessbereich legen und auch im Seminarmarkt aktiver auftreten.»

Genau für diese Kundenbereiche ist das künftige Hotel Eichberg auf dem klassischen Aussichtspunkt über dem Seetal prädestiniert. Die 53 Zimmer im neuen Hoteltrakt haben freien Blick auf den Hallwilersee.

Zum Raumprogramm gehören ein Panorama-Wellnessbereich im Attikageschoss, bestens ausgerüstete Seminar- und Banketträume, ein Restaurant für Hotelgäste und die entsprechenden Arbeitsbereiche wie beispielsweise eine Küche, die sich künftig auch vermehrt um die beim Publikum gut angekommenen Produkte der Genuss-Manufaktur kümmert.

Gegenüber dem ursprünglichen Projektkonzept (az vom 25. Januar 2012) gab es nur leichte Anpassungen. Alle geschützten Fassadenteile werden in Absprache mit dem Ortsbildschutz und der Gemeinde in Holz ausgeführt. Im Vordergrund steht die Verwendung von Douglasien aus dem Eichbergwald.

Ebenfalls modifiziert wurde das Umgebungskonzept. Auf Anregung des Landschaftsschutzverbandes Hallwilersee ist vor der Hotelfassade eine Allee mit Pro-Specie-Rara-Obstbäumen vorgesehen. «Dies passt zu unserer Philosophie als künftiges Natur-Resort», hält Wengenmaier fest: «Und zudem können wir die Früchte im Herbst in der Genuss-Manufaktur weiter verarbeiten.»

Die ganze Umgebung wird naturnah gestaltet, mit extensiver Begrünung, wie es dem Geist des Hauses entspricht.

Anschluss ans Gemeindenetz

Bevor im Herbst mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen wird, sind Erschliessungsleitungen zu ziehen. Der «Eichberg», der bisher ausschliesslich Wasser aus eigenen Quellen verwendete, muss wegen des zusätzlichen Bedarfs und wegen der Sicherstellung von genügend Löschwasserreserve (das bisherige Löschwasserbecken muss dem Neubau weichen) ans Wassernetz der Gemeinde angeschlossen werden.

Im gleichen Graben werden auch Strom- und Kommunikationsleitungen verlegt. Die bestehende Kanalisationsleitung wird zudem saniert.

Mit dem Hotelneubau werden künftig die Parkplätze auf dem Eichberg bewirtschaftet, wobei Gäste weiterhin ihr Auto gratis abstellen dürfen. Eine Anzeigetafel an der Egliswilerstrasse wird künftig warnen, wenn alle Parkmöglichkeiten (auch im bereits erstellten Parkhaus) besetzt sind. Damit sollen unnötige Fahrten vermieden werden.