Lenzburg

350 Unterschriften: Nachbarn kämpfen gegen 24-Stunden-Bordell

Marcel Spörri (rechts) überreicht Stadtschreiber Christoph Hofstetter 350 Unterschriften und einen offenen Brief an den Stadtrat gegen das geplante 24-Stunden-Bordell. (Foto: Ruth Steiner)

Marcel Spörri (rechts) überreicht Stadtschreiber Christoph Hofstetter 350 Unterschriften und einen offenen Brief an den Stadtrat gegen das geplante 24-Stunden-Bordell. (Foto: Ruth Steiner)

Das geplante Erotikstudio an der Industriestrasse in Lenzburg sorgt weiter für heisse Köpfe: Mit 350 Unterschriften kämpfen auch die Nachbarn im Westquartier dagegen und für den Erhalt ihrer Quartieridylle.

Auf breiter Front macht sich Widerstand gegen die Eröffnung eines Erotikstudios bemerkbar: So sind gegen das Baugesuch acht Einwendungen eingegangen. Hinzu kommt ein Postulat mit der Forderung von EVP/CVP an den Stadtrat , ein Rotlichtviertel im Westquartier zu verhindern.

Am Dienstag hat Marcel Spörri als Vertreter der Quartier-Bewohner Stadtschreiber Christoph Hofstetter 350 Unterschriften gegen «das geplante 24-Stunden-Bordell» überreicht.

Im beigelegten offenen Brief an den Stadtrat wehren sich die Erstunterzeichner Philipp Gut, Eveline Fehr und Marcel Spörri gegen die Ausbreitung eines Rotlichtmilieus, dem damit verbundenen Freierverkehr und dagegen, dass «unsere Kinder auf dem Schulweg der Prostitution begegnen».

Laut Baugesuch ist ein 24-Stunden-Betrieb mit vier bis fünf Prostituierten geplant. Zudem ist die Rede von 2 bis 3 Kunden pro Tag und Prostituierte. Daran glabuen die Gegner aber nicht, wie die az berichtete. «Würde dies stimmen, ginge die Rechnung nicht auf. Ein Betrieb rund um die Uhr mit so wenig Kunden ist ein Widerspruch in sich», sagt Spörri Ende September. 

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