Dintikon

26 Jahre fuhr Trottmann für die Post - jetzt wirft diese ihn raus

Postlogistics entlässt Chauffeuer in Dintikon

Postlogistics entlässt Chauffeuer in Dintikon

Schock für die Chauffeure bei der Postlogistik in Dintikon. Die Post braucht ihre Dienste schon bald nicht mehr. Statt eigenen Fahrern will der Gelbe Riese mit fremden Chauffeuren arbeiten und so Geld sparen.

Am Mittwochmorgen hat Postlogistic angekündigt, dass sie in den nächsten zwei Jahren 250 Stellen streichen wird. Über die Klinge springen müssen vor allem Chauffeure. Die meisten von ihnen arbeiten heute in Dintikon. Erste Kündigungen hat Postlogistics bereits ausgesprochen.

Einer der Betroffenen ist Urs Trottmann. Er hat 26 Jahre im Betrieb gearbeitet. «Man kommt von den Ferien nach Hause. Da heisst es, komme aufs Büro und dort bekommt man die Kündigung», schildert er gegenüber Tele M1 den Rausschmiss. Auch Giancarlo Nocco muss gehen. «Wir arbeiten noch bis Ende Juli, dann ist Schluss», sagt er.

Hanspeter Setz: Konsternierter Ex-Besitzer

Die Betroffenheit unter den angestellten ist gross. Und auch Hanspeter Setz ist konsterniert. Er hat das Unternehmen gegründet und gross gemacht. 1997 verkaufte er es dann an die Post. Er weiss von Angestellten, die 20, 30, ja sogar 40 Jahre im Betrieb gearbeitet haben und nun gehen müssen. «Das ist kein schönes Gefühl», sagt der ehemalige Besitzer. Ihm gehört noch immer das Gebäude.

Wie viele Chauffeure genau gehen müssen, kann Postsprecher Olivier Flüeler noch nicht sagen. Klar ist einzig: Gehen müssen nicht nur Angestellte in Dintikon, auch in Villmergen, Oftringen und Mägenwil kommt es zu Entlassungen. (sn)

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1