Diese Aufgabe war ihm so etwas wie eine Herzensangelegenheit. 24 Jahre lang präsidierte Franz Bitterli (64) den Vorstand des Abwasserverbandes Lotten. Bis im Sommer 2016 betrieb der Verband in Rupperswil eine eigene Kläranlage (ARA). Dann wurde die Anlage ausser Betrieb genommen. Nicht ganz freiwillig, sondern auf Druck des Kantons. Heute werden die Abwässer der drei Lotten-Gemeinden Hunzenschwil, Rupperswil und Schafisheim in der ARA Langmatt (Wildegg) gereinigt.

Den Abwasserverband Lotten gibt es weiterhin, weil er noch viele Verbandskanäle besitzt. Der Vorstand wurde aber von sieben auf drei Mitglieder verkleinert. Seit dem 1. Januar ist André Kreis (63), Vizeammann von Schafisheim, neuer Präsident.

Franz Bitterli wurde am Dienstag offiziell verabschiedet. Er erklärte, seine Tätigkeit als ARA-Präsident sei sehr lehrreich gewesen. Man habe immer wieder bauen müssen und stets versucht, die Prozesse zu optimieren. André Kreis stellte Bitterli ein gutes Zeugnis als Personalchef aus. «In seiner Präsidialzeit waren nur drei Klärmeister auf der ARA.» Bitterli traf sich jeweils am Montagmorgen mit ihnen zum «Klärwärter-Znüni» – und er sorgte stets dafür, dass es etwas zu essen gab. Die Zusammenarbeit mit dem Personal bezeichnet er rückblickend als sehr wertvoll. In der letzten Phase von Bitterlis Präsidialzeit wurde einerseits die Pumpstation und die Druckleitung in die «Langmatt» erstellt und anderseits die ARA in Rupperswil zurückgebaut. Für André Kreis ist Franz Bitterli der «Mr Abwasser Lotten»: «Er hat sich mit Leib und Seele dem Abwasser der drei Gemeinden verschrieben.» Als Dank gabs einen Gutschein für ein Wochenende auf dem Bürgenstock.

Franz Bitterli war bis Ende 2009 zwanzig Jahre lang Gemeindeammann von Hunzenschwil. Er besorgt heute noch auf Mandatsbasis die Bauverwaltung der Gemeinde und ist Mitglied der Ortsbürgerkommission.