Seengen
221 Franken Vermögen pro Seenger Einwohner

Der Rechnungsabschluss 2010 reiht sich in die illustre Reihe der vergangenen Jahre ein. Erstmals weist die Gemeinde Seengen keine rechnerische Nettoschuld mehr aus.

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Keystone

Die Rechnung 2010 schliesst um 1,04 Millionen Franken besser ab als vorgesehen. Dies ist sowohl auf höhere Einnahmen aus Steuern von natürlichen Personen (+68000 Franken), juristischen Personen (+103000), auf den Eingang von abgeschriebenen Steuern (116000), höhere Grundstückgewinnsteuern (+89000) als auch auf tieferen Nettoaufwand zurück zu führen.

Beim Nettoaufwand konnten sehr hohe Rückerstattungen im Bereich der Sozialhilfe von knapp 350000 Franken verbucht werden.

Happige Investitionen folgen

Bei der Einwohnergemeinde wurden netto 732000 Franken in verschiedene Bau- und Strassenprojekte investiert. Bei den Investitionen war das vergangene Jahr somit die «Ruhe vor dem Sturm», denn mit der Sanierung der Mehrzweckhalle wurde eben begonnen. Die Kosten für dieses Projekt liegen bei 8,2 Millionen Franken, die in den Jahren 2011 und 2012 anfallen werden.

Erstmals weist die Gemeinde Seengen keine rechnerische Nettoschuld mehr aus. Die Nettoschuld, die vor acht Jahren noch 3243 Franken pro Einwohner betrug, konnte im Berichtsjahr in ein Nettovermögen von 221 Franken pro Einwohner umgewandelt werden.

Hohe Anschlussgebühren

Bei den Eigenwirtschaftsbetrieben wurde das Ergebnis durch sehr hohe Anschlussgebühren geprägt. Im Bereich Wasserversorgung konnten 345300 Franken vereinnahmt werden, während die Kanalisationsanschlussgebühren 1,22 Millionen Franken betrugen. Durch diesen Umstand und die guten Ergebnisse in der laufenden Rechnung konnte das Kapital der Wasserversorgung (1,4 Millionen Franken) und der Abwasserbeseitigung (5,2 Millionen Franken) weiter geäufnet werden.

Die Rechnung der Abfallbewirtschaftung schliesst mit einem kleinen Überschuss von 4221 Franken praktisch ausgeglichen ab. Im ersten Jahr nach der Schliessung der Löffliraingrube konnten die Kosten der Grünabfuhr nicht vollumfänglich durch die Grüngutgebühren gedeckt werden. Das Kapital des Eigenwirtschaftsbetriebes Abfallbewirtschaftung beträgt Ende 2010 166000 Franken.

Die Ortsbürgerkasse schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 4800 Franken ab. Der Forstbetrieb Rietenberg konnte auch im dritten Betriebsjahr einen Überschuss von 144000 Franken erwirtschaften, wovon ein Teil an die beteiligten Gemeinden ausgeschüttet wurde. Dies führte dazu, dass die Abteilung Forst mit einem Ertragsüberschuss von 48353 Franken abschliesst. Das Eigenkapital der Ortsbürger beträgt 335000 Franken, während die Forstreserve einen Stand von 1,06 Millionen Franken erreicht. (az)