Lenzburg

19. «Schlossgeischter Nacht»: Hier tanzt der Papst zu teuflischer Musik

Zum Fasnachtsauftakt gab es an der 19. «Schlossgeischter Nacht» in der Lenzburger Mehrzweckhalle zwei kleinere Premieren.

Durch die rauchige Luft fliegen Konfetti, eine Gruppe junger Männer zieht sich Schnupftabak durch die Nasen und von der Bühne dröhnt blechern ein Gassenhauer nach dem andern. Neben der Bar steht Dylan Obahdo. Der 16-jährige Costa-Ricaner besucht für zwei Monate die Schweiz. Guggenpartys kannte er bis anhin nicht. «So etwas habe ich in meinem Leben noch nie gesehen», sagt er lachend auf Englisch.

Zum 19. Mal lud die Gugge Schlossgeischt-Schränzer am Samstag zur «Schlossgeischter Nacht». Nachdem sich die Musiker vor zwei Jahren in Schanghai international bewiesen hatten, setzte das OK bei der Geisternacht auf Regionalität. Es spielten ausschliesslich Aargauer Guggen. Das gefiel den Leuten. «Wir sind mit den Besucherzahlen bis jetzt sehr zufrieden», sagte OK-Präsidentin Sarah Weichselbraun während des Abends. Erstmals trat auch eine Band auf: azTon heizte mit Rock-Covers ein. In den Morgenstunden spielte DJ Rizzi.

«Andersch gliich – gliich andersch» lautet das diesjährige Motto der Lenzburger Gugge. «Wir tragen dasselbe Gewand, sind aber anders geschminkt als letztes Jahr», erklärte Vereinspräsident Sebastian Wilhelm. Auch viele der Besucher waren kostümiert. So schunkelte etwa ein Papst zur teuflischen Musik der Zetzwiler Moräneschränzer – Motto: «Tüüflisch gueti Johr!» – und die Bar wurde zum Drive-in, als ein junger Mann mit seinem Hippiebus vorfuhr.

Offen bleibt, ob die Schlossgeischter die kommende 20. Ausgabe der Guggenparty im selben Gewand feiern werden. Noch ist geheim, was der Verein für das Jubiläum plant.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1