Dintikon
16 Eier landeten im Tuch, dann war der Sieg des Winters besiegelt

Die Dintiker müssen sich in den kommenden Wochen warm anziehen. Am traditionellen Eieraufleset vom Sonntag konnte der Frühling den Winter nicht vertreiben.

Pascal Meier (Text und Fotos)
Merken
Drucken
Teilen
Eieraufleset Dintikon Umzug von Musikgesellschaft und Maskengestalten.
15 Bilder
Eieraufleset Dintikon Beste Stimmung bei den Musikern.
Eieraufleset Dintikon Ausgetragen wird der Wettstreit zwischen Frühling und Winter von Benjamin Schlatter (links; das Los wies ihm die Rolle des Frühlings zu) und Christoph Barmettler (Winter).
Eieraufleset Dintikon 101 Eier, gebettet in Spreu und im Abstand einer Elle (60cm) aufgereiht, gilt es in ein Tuch zu werfen.
Eieraufleset Dintikon Christoph Barmettler (links) und Benjamin Schlatter vor dem Start.
Eieraufleset Dintikon Viele Schaulustige verfolgen den Wettkampf.
Eieraufleset Dintikon Gruselige Maskengestalten knallen mit ihren «Soiblootere» auf den Boden.
Eieraufleset Dintikon 16 Eier landen im Tuch, das 17. auf dem Asphalt.
Eieraufleset Dintikon: Der Winter lässt den Frühling alt aussehen
Eieraufleset Dintikon Aufgeklärt auf zwei Rädern
Eieraufleset Dintikon Christoph Barmettler sammelt Eier ein.
Eieraufleset Dintikon «Jasschärtler»
Eieraufleset Dintikon Doch schon naht sein Gegner Benjamin Schlatter und trifft im Ziel ein, bevor Christoph Barmettler alle Eier eingesammelt hat.
Eieraufleset Dintikon Gute Gewinner und Verlierer unter sich.
Eieraufleset Dintikon Am Schluss darf sich Verlierer Christoph Barmettler nach der Tradition auf dem Stuhl ausruhen.

Eieraufleset Dintikon Umzug von Musikgesellschaft und Maskengestalten.

Pascal Meier

Ausgetragen wurde der Wettstreit zwischen Frühling und Winter dieses Jahr von Christoph Barmettler (das Los wies ihm die Rolle des Frühlings zu) und Benjamin Schlatter (Winter): Schlatter nahm als «Läufer» den Weg nach Villmergen unter die Füsse. Zwei Begleiter kontrollierten, dass er auch in der Beiz einkehrte.

«Eierleser» Christoph Barmettler hatte eine kniffligere Aufgabe zu lösen: 101 Eier, gebettet in Spreu und im Abstand einer Elle (60cm) aufgereiht, galt es in ein Tuch zu werfen. Mit jedem Ei vergrösserte sich die Distanz. Das 17. Ei klatschte schliesslich auf den Asphalt. Jetzt war Kondition gefragt: Angefeuert von der Menge und umgarnt von Maskengestalten musste Barmettler hin- und her rennen und alle Eier einsammeln. Doch bevor das letzte Ei im Korb lag, lief Benjamin Schlatter bereits ins Ziel.

Trotz hartem Kampf endete der jahrhundertealte Brauch auch dieses Jahr versöhnlich: Gemeinsam sammelten Sieger und Verlierer die restlichen Eier ein – mit der Hoffnung, der Winter möge nicht lange vom Triumph über den Frühling zerren.