Einspruchsberechtigt ist nur, wer in einem Radius von 685 Metern zur Anlage wohnt oder arbeitet. Dennoch gingen bei der Gemeinde 150 Einsprachen ein.

Eine neue Antennenanlage werde nicht benötigt, hiess es vonseiten der Anwohner. Es gäbe im näheren Umkreis bereits sechs Antennenanlagen der neueren Generation. Diese würden das Mobilfunknetz zur Genüge abdecken. Die Höhe der Antenne stelle zudem eine visuelle Konkurrenz zum Schloss Lenzburg und der Kirche von Staufen dar. Damit würde die Aussicht von öffentlichem und privatem Grund erheblich beeinträchtigt.

Glasfasernetz wichtiger als Antenne

Ein weiterer Grund zur Einsprache sei die zusätzliche elektromagnetische Strahlung, die durch die Anlage entstehe. Sie könnte zu Gesundheitsschäden führen.

Viel wichtiger als eine neue Antenne sei der Anschluss des Festnetzes an ein Glasfasernetz. Im Gegensatz zum mobilen Netz, welches Datenübertragungen über das LTE-Netz erlaube, habe man beim Festnetz Verbesserungsbedarf.

Swisscom hofft auf schnellen Entscheid

Swisscom nahm mit Verweis auf das laufende Verfahren keine Stellung zu den Einsprachen. Sprecherin Annina Merk hält auf Anfrage der az lediglich fest: «Mit dem geplanten Standort soll primär Staufen aber auch Lenzburg besser versorgt und die Kapazität erhöht werden.» Man hoffe deshalb auf einen raschen und positiven Entscheid.