Lenzburg

12 Meter hoch und 14 Meter breit: Der Kraftreaktor hat eine neue Felswand

Weil die Besucherzahlen in der Kletterhalle Kraftreaktor Lenzburg stetig in die Höhe klettern, ist die maximale Platzkapazität bald ausgereizt. Damit die leidenschaftlichen Kletterer nicht immer länger unten warten müssen, wurde eine neue Kletterwand installiert.

Die neue Wand befindet sich in der Galerie im oberen Teil der Halle und ist zwölf Meter hoch und 14 Meter breit. „Unser Ziel war es, eine neue Kletterwand für Einsteiger und erfahrene Kletterer zu erstellen. In der Halle sind an den vielen verschiedenen Wänden jeweils Routen von leicht bis schwer geschraubt“, sagt Marco Toretti, stellvertretender Geschäftsführer vom Kraftreaktor.

Fünf neue Seilplätze

Der Top-Rope-Bereich werde um etwa 20 Prozent vergrössert, erklärt er weiter. Beim Top-Rope-Klettern ist das Sicherungsseil bereits oben eingehängt und der Kletterer muss nicht immer wieder mit dem Seil neu einhängen. An der Wand gibt es fünf neue Seilplätze. Auch neue Klettergriffe mussten besorgt werden - 3000 Stück. Marco Toretti, der selbst auch Routen baut, ist begeistert: "Diese hier sind englische Griffe, es sind die aktuellsten auf dem Markt." Er steht im Grifflager und führt aus, wie wichtig die Griffe sind: "Unsere Kletterhalle ist wie ein Restaurant, die Routen sind das Menü. Die Griffe werden alle zwei bis drei Monate ausgetauscht, damit es den Besuchern nicht langweilig wird." Total verfügten sie über 50‘000 Griffe, die immer wieder neu zusammengestellt werden können.

Wartezeiten verringern

Der Kraftreaktor besteht seit 2006 und hat bereits im 2012 eine neue Boulderhalle eingerichtet. Jetzt kommt eine zusätzliche Kletterwand dazu. „Unsere jahrelange Erfahrung im Routenbau und Kurswesen spiegelt sich in den hohen Besucherzahlen wieder - unter der Woche zwischen 18 und 21 Uhr kann es schon mal eng werden“, so Toretti. Durchschnittlich bezwingen täglich 150 bis 200 Kletterer die verschiedenen Routen. Die Halle ist sieben Tage in der Woche geöffnet. "Die neue Wand soll primär für mehr Platz und Abwechslung sorgen“, sagt Toretti weiter. Der Klettersport wird in der Schweiz immer beliebter, es entstehen auch neue Kletterhallen.

Gemeinsames Erlebnis

Im Kraftreaktor gibt es Kletterer jeden Alters. Es werden Kurse für Kinder angeboten. Gleichzeitig gibt es Pensionierte, die immer noch eine Passion fürs Klettern haben. „Das Schöne am Klettersport ist, dass man auch gemeinsam etwas tut und ein Erlebnis teilt“, ist Toretti überzeugt.

Für die Betreuung der Kletterer sind 15 Mitarbeiter zuständig, die etwa neun bis zehn Vollzeitstellen belegen. „Durch die vielen gut ausgebildeten Mitarbeiter kann eine hohe Sicherheit garantiert werden“, so Toretti.

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