Was passiert, wenn ein Akku überhitzt? Wie wird eine Person aus einem verunfallten Auto gerettet und wie sieht Lenzburg aus 30 Metern Höhe aus? Das alles und viel mehr konnten am Samstag die Besucherinnen und Besucher der Feuerwehr-Hauptübung in Lenzburg erfahren.

An mehreren Posten demonstrierten die Feuerwehrleute verschiedene Einsatzgebiete der Regio Feuerwehr Lenzburg, zu der auch Ammerswil und Staufen gehören. Sie zeigten eine Personenrettung mit Leitern, verlegten Schläuche und hievten Schwindelfreie mit der Autodrehleiter in die Höhe. «Mit der Postenarbeit können wir am besten den Hintergrund der Regio Feuerwehr und ihre Aufgaben zeigen», erklärte Kommandant Roger Strebel.

2018 war für die Regio Feuerwehr Lenzburg ein eher ruhiges Jahr. «Von grossen Einsätzen blieben wir verschont», so der Kommandant. «Wir hatten bisher 123 Alarmaufgebote und etwa 2800 Einsatzstunden. Das sind rund 1000 Stunden weniger als sonst.» Speziell war jedoch der Besuch der Feuerwehr Ludwigsburg aus Deutschland. Einen Tag lang übten die beiden Feuerwehren zusammen auf dem Gelände der Jura Cement.

Feuerwehrleute gesucht

Jüngst hatte die Regio Feuerwehr Lenzburg einige Abgänge zu verzeichnen, vor allem durch Wegzüge. Der Bestand liegt zurzeit bei 107 Mitgliedern, 110 sollten es sein. «Wir haben bereits einige Interessierte und werden eine intensive Rekrutierung vornehmen», erklärte Strebel. «Ziel ist es, mit etwa 120 Leuten ins neue Jahr zu starten.» Einen Wechsel wird es beim Vizekommando geben. Marcel Willi wird von Martin Bolliger das Amt übernehmen. «Es wird viel Arbeit auf mich zukommen», meinte Willi, «aber ich freue mich darauf, etwas für die Feuerwehr, die Stadt und die Bevölkerung bewirken zu können.»