In einer Stellungnahme zur Spitalplanung zeigt sich die Vereinigung von Chef- und Leitenden Ärzte des KSA (VCLA) zutiefst besorgt über die in den Medien sehr einseitig geführte Diskussion der letzten Tag und Wochen. «Die gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft sind enorm und lassen sich nicht ausschliesslich aus regionalpolitischer Sicht beantworten», schreibt Jürg Knuchel, Vizepräsident des VCLA.

Der VCLA fordert eine medizinische Versorgung der Aargauer Bevölkerung «auf höchstem Niveau und die konkurrenzfähigen Preisen müssen nachhaltig sichergestellt werden». Dies gelte gleichermassen für die Grundversorgung wie für die spezialisierte Medizin.

Zusammenarbeit mit den Regionalspitälern

«Wir sind der Meinung, dass nur ein Zentralspital Aargau an einem einzigen Standort den Anforderungen einer optimalen, nachhaltigen und kosteneffizienten medizinischen Gesamtversorgung wirklich entspricht», so der VCLA.

Die Vereinigung könnte jedoch mit einer Kompromissvariante eines Zentralspitals an den zwei Standorten Aarau und Baden leben: «Allerdings unter gewissen Vorbehalten», schreibt Knuchel. Diese sind: «Ein gemeinsamer, qualitativ hervorragender Verwaltungsrat von KSA und KSB, der nicht nach regionalpolitischen Kriterien, sondern nach den Kriterien der Exzellenz zusammenzusetzen ist.» Überdies fordert der VCLA eine gemeinsame strategische Planung und die Zusammenarbeit der Regionalspitäler.

Gemeinsame strategische Führung

Damit unterstützt der VCLA die Haltung von Regierungsrat und Gesundheitskommission des Grossen Rates, eine Kantonsspital Aargau AG an den zwei Standorten Aarau und Baden mit gemeinsamer strategischer Führung zu gründen.