Kölliken

Kölliker Dorfplatz soll nicht an schwedische Investoren verkauft werden

Das ist der Stein des Anstosses - ein Gelände von rund 10‘000 m2 im Dorfzentrum von Kölliken.

Das ist der Stein des Anstosses - ein Gelände von rund 10‘000 m2 im Dorfzentrum von Kölliken.

In Kölliken regt sich Widerstand gegen den Verkauf des Dorfplatzes an einen schwedischen Investor. Einwohner haben gegen das Vorhaben jetzt das Referendum ergriffen. Bis zum 20. Juni müssen sie 290 Unterschriften zusammen bringen.

Am 13. Mai gab die Gemeindeversammlung in Kölliken klar grünes Licht zum Verkauf von rund 10000 Quadratmeter Land im Dorfzentrum. Käuferin des Areals ist die Bernmatte AG mit einem Briefkasten in Baar. Hinter der Firma stehen Investoren aus Schweden. Nun regt sich Widerstand gegen den Deal.

«Es darf einfach nicht sein, dass dieser weitherum so einzigartige Dorfplatz, auf dem die Kölliker noch so viel entwickeln könnten, auf dem sich zudem die grösste biologische Vielfalt in Kölliken findet, vollständig mit Beton und Asphalt verbaut werden soll», schreibt der Unternehmer Guido Zeltner, einer Initianten des Referendumsbegehrens. Bei den Initianten handelt sich laut Zeltner um eine Gruppe von Köllikern.

Entscheid an der Urne

Diese Leute sind überzeugt, dass der Meinungsbildungsprozess bei einem grossen Teil der Stimmbevölkerung noch nicht stattgefunden hat und dass der Souverän an der Urne über den Landverkauf entscheiden solle. Bis zum 20. Juni hat die Gruppe nun Zeit, die nötigen 290 Unterschriften zu sammeln.

Zeltner und Co stört auch, dass der Landverkauf mit dem Bau bzw. Kauf eines neuen Gemeindehauses für 4,2 Millionen Franken gekoppelt ist. Der hohe Steuerfuss und die aktuelle Verschuldung würden einen solchen nicht erlauben, so die Gegner des «Schweden-Deals». (rsn)

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