Aargau
Knausrige Eisheilige schickten dem Aargau viel zu wenig Regen

Bis 50 Liter Regen sind in der Schweiz seit Donnerstag pro Quadratmeter gefallen. Im Aargau jedoch gab es nur halb so viel Niederschlag. Das Problem der Trockenheit bleibt.

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Erste Niederschläge seit Monaten

Erste Niederschläge seit Monaten

Aargauer Zeitung

Die Eisheiligen haben am Donnerstag der monatelangen Trockenheit ein Ende gesetzt und damit ihrem Namen alle Ehre gemacht. Bis am Sonntagabend fielen in der Schweiz bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter.

Ganz anders im Aargau: Zwar schossen an einigen Orten regelrechte Eiswürfel vom Himmel, die gesamte Regenmenge jedoch war gering. Bei der Messstation Buchs-Suhr wurde zwischen Donnerstagmorgen und Montagmittag nur 24 Liter Niederschlag gemessen.

Historische Trockenheit

Die ersten vier Monate dieses Jahres gehören zu den trockensten Frühjahresperioden seit Messbeginn 1864. Von Januar bis April fiel in der Schweiz nur halb so viel Regen wie üblich. Und auch im Mai sieht es nicht besser aus: In der ersten Monatshälfte ist mit rund 24 Litern Regen pro Quadratmeter nur halb so viel Niederschlag gefallen wie im langjährigen Durchschnitt.

Der vor allem in der Landwirtschaft lang ersehnte Regen hat damit die Trockenheit gemildert, nicht aber entschärft. «Wir haben derzeit wenig Reserven», sagt Viktor Schmid, Sektionsleiter der Abteilung Landwirtschaft des Kanton Aargau. Zwar sei je nach Region unterschiedlich viel Regen gefallen, das Problem aber bleibe dasselbe: «Eine weitere Trockenperiode würde die Böden sofort wieder austrocknen.»

Nur wenig Niederschläge erwartet

Und genau eine solche Trockenperiode steht bereits vor der Tür: Laut Meteoschweiz bleibt es bis am Wochenende vorwiegend trocken. Vereinzelte Niederschläge werden vor allem am Jura erwartet. Obwohl der Kanton am Freitag das Feuerverbot gelockert hat, bleibt die Brandgefahr wegen des ausgetrockneten Waldbodens im Aargau deutlich erhöht. (pi)