Aarburg
Knatsch wegen Sozialhilfe in Aarburg

Drei Mitarbeitende der Sozialhilfe Aarburg haben gekündigt. Sie protestieren damit gegen den restriktiveren Kurs, den der Gemeinderat bei der Sozialhilfe einschlagen will.

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Aargauer Zeitung

Aarburg will bei der Sozialhilfe sparen. Eine restriktivere Sozialhilfepolitik sei unabdingbar für die Entwicklung der Gemeinde, hat der Gemeinderat jüngst beschlossen.

Die Mitarbeiter der Sozialhilfe wollen die strengeren Vorgaben nicht so umsetzen. Eine ganze Abteilung bestehend aus drei Mitarbeitern hat jetzt auf Ende Jahr gekündigt. «Ihre Sichtweise deckt sich nicht mit dem vom Gemeinderat eingeforderten restriktiveren Kurs», teilt die Gemeinde mit.

Der Gemeinderat bedauere die Austritte der langjährigen Mitarbeiterinnen ausserordentlich, sei aber angesichts der Herausforderungen an die Gemeinde nicht bereit, von der definierten Linie abzurücken, so die Gemeinde weiter.

Sozialausgaben bremsen

Die neue Strategie schreibt vor, dass Eigenverantwortung und die Potenziale der Sozialhilfebezüger vermehrt gefördert und eingefordert werden. Und zwar nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe.

Ausserdem will die Gemeinde Sozialhilfebezüger vermehrt zu Arbeitseinsätzen verpflichten und bei Betrugsverdacht aktiver vorgehen. Auch bei der Rückerstattung bezogener Leistungen, bei Verwandtenunterstützung und beim Alimentenunterhalt sollen die Mitarbeiter der Sozialhilfe künftig konsequenter durchgreifen.

Die Sozialausgaben müssten gebremst werden, schreibt der Gemeinderat. Aarburg gibt heute deutlich mehr für Sozialhilfe aus als andere Aargauer Gemeinden. (rsn)