Spitalliste 2012
Keines der Aargauer Spitäler fliegt von der Spitalliste

Der Regierungsrat hat die Spitalliste 2012 verabschiedet, die die Entschädigung der Dienstleistungen festlegt. Keines der Spitäler fliegt von der Liste, jedoch dürfen nicht alle alles anbieten. Die Liste tritt Anfang des nächsten Jahres in Kraft.

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Welche Leistungen über die Krankenkasse abgerechnet werden dürfen, entscheidet die Spitalliste.

Welche Leistungen über die Krankenkasse abgerechnet werden dürfen, entscheidet die Spitalliste.

Keystone

Der Kanton hatte Leistungsaufträge in den Bereichen Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie zu vergeben. 40 inner- und ausserkantonale Institutionen haben am Bewerbungsverfahren in einem oder mehreren Bereichen teilgenommen.

Sie alle wollten im nächsten Jahr auf der Spitalliste stehen und Beiträge aus öffentlicher Hand erhalten. Die Liste legt schlussendlich fest, welche Leistungen zulasten der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung abgerechnet werden dürfen.

Auf Teilbereiche verzichten

Damit die Institutionen wie Spitäler und Kliniken einen Platz auf der Liste ergattern können, müssen sie sich eben bewerben. Heute hat der Kanton die fertige Liste herausgegeben. Fest steht: Keines der Aargauer Spitäler muss über die Klinge springen. Alle stehen auf der Liste.

Einige Spitäler dürfen vom Kanton aus jedoch nicht alle Teilbereiche anbieten, die sie gerne anbieten möchten.

Grundversorger müssen Notfallstation anbieten

Alleine in der Akutsomatik gab es 24 Bewerbungen, wovon 13 aus dem Aargau kamen, sagte Robert Rhiner, Leiter Gesundheitsversorgung im Departement Gesundheit und Soziales (DGS), an der heutigen Medienkonferenz. Wer die Grundversorgung anbiete, müsse über eine Notfallstation verfügen und jederzeit Patienten aufnehmen können.

Wenn man heute die Spitallandschaft im Kanton Aargau betrachte, machten sehr viele Anbieter viele verschiedene Eingriffe, und nicht alle hätten hohe Fallzahlen, hielt Rhiner fest. Die Spitalliste führe zu einer Konzentration der Leistungsgruppen.

Leistungsverträge abschliessen

Am meisten bieten nach wie vor die Kantonsspitäler Aarau und Baden sowie die Klinik Hirslanden an. Beispielsweise darf jedoch das Regionalspital Muri die bariatrische Chirurgie (Behandlung von Fettleibigkeit) nicht mehr anbieten.

Aus dem Aargau stehen ebenfalls Institutionen wie die Hirslandenklinik Aarau, das Gesundheitszentrum Fricktal in Rheinfelden, das Geburtshaus Storchennest und die Klinik Barmelweid auf der Liste. Ausserkantonal sind die Universitätsspitäler Basel und Zürich, das Paraplegiker-Zentrum Nottwil und die Luzerner Psychiatrie in St. Urban notiert.

Das Departement Gesundheit und Soziales schliesst mit den Leistungserbringern in den kommenden Wochen die Leistungsverträge ab. Alle Bewerber können gegen die Spitalliste innert 30 Tagen eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen. Die Spitalliste tritt am 1. Januar 2012 in Kraft. (ldu/sda)

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