Widerstand

Kein «Hochrisikoprojekt»: Resolution gegen Endlager für Atommüll im Bözberg

Ein mögliches Atommülllager im Bözberg wollen viele nicht. (Symbolbild)

Ein mögliches Atommülllager im Bözberg wollen viele nicht. (Symbolbild)

Die Bürgerorganisation führte bei der Linde von Linn eine «Landsgemeinde» gegen die Pläne der Nagra durch.

Die Bürgerorganisation «Kein Atommüll im Bözberg» KAIB hat anlässlich ihres 10-jährigen Jubiläums bei der Linde von Linn auf dem Bözberg eine «Landsgemeinde» abgehalten. Dabei wurde eine Resolution gegen ein mögliches Atommülllager im Bözberg verabschiedet. Ferner wurden die Bevölkerung und Behörden aller Stufen aufgerufen, sich zu solidarisieren und gegen «dieses Hochrisikoprojekt im Wasserschloss der Schweiz» einzustehen, wie der Verein mitteilt.

«Kein Atommüll im Bözberg wurde am 20. Mai 2010 im Restaurant Bären auf dem Bözberg gegründet. Die Bürgerorganisation ist breit aufgestellt und umfasst heute rund 750 Mitglieder. KAIB hinterfragt die Pläne zu einem Atommülllager im Bözberg kritisch und hat zum Ziel, dieses mit Blick auf die vorhandenen geologischen Risiken und die Naturwerte am Bözberg zu verhindern.

Die KAIB-«Landsgemeinde» hält in ihrer Resolution unter anderem fest: «Ein Atommülllager darf nicht in einem Gebiet mit bekannten geologischen Risiken erstellt werden.» Die Sicherheit eines möglichen Standorts über Jahrtausende müsse oberste Priorität haben. Doch das Standort- gebiet «Jura Ost» berge nebst dem Wasserreichtum weitere bekannte geologische Risiken. Der Bözberg liege in einer tektonisch belasteten Vorfaltenzone. Es gebe Störungszonen und Brüche in den Gesteinsschichten. Weiter steht in der Resolution: «Wir wollen kein Atommülllager mit Risikofaktoren, für die dann kommende Generationen bitter bezahlen müssen.» (az)

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