KSA

Kantonsspital Aarau auf Unispital-Niveau

Bei der komplexen Behandlung von Hirnschlägen gehört das Kantonsspital Aarau zu den Leistungszentren. KSA

Bei der komplexen Behandlung von Hirnschlägen gehört das Kantonsspital Aarau zu den Leistungszentren. KSA

Bei hochkomplexen Behandlungen des Nervensystems, von Hirnschlägen, Schwerverletzten und Frühgeborenen gehört das Kantonsspital Aarau (KSA) zu den Schweizer Leistungszentren.

Fast so wichtig wie der Platz auf der kantonalen Spitalliste ist für das KSA die Aufnahme zu den Leistungszentren für hoch spezialisierte Medizin. Unter der Devise «Kosten sparen und teure Geräte besser ausnutzen» haben die Gesundheitsdirektoren ein Gremium eingesetzt, das die Auswahl treffen musste.

In vier Bereichen der Spitzenmedizin gehört das Kantonsspital Aarau dazu: «Bei der neurochirurgischen Behandlung von vaskulären Erkrankungen des zentralen Nervensystems, bei der komplexen Behandlung von Hirnschlägen und Schwerverletzten sowie bei extremen Frühgeburten.» Mit dem positiven Bescheid habe das KSA einmal mehr bewiesen, dass es «im Bereich der Spitzenmedizin mit den Schweizer Universitätsspitälern mithalten kann», schreibt das Spital. «Wir sind das einzige Spital im Aargau auf dieser Liste und sind mächtig stolz darauf», sagt Andrea Hopmann von der Medienstelle.

«Das ist eine hohe Anerkennung für unsere medizinische Kompetenz», wertet auch CEO Hans Leuenberger von der KSA AG die Zuteilung. Mit den regionalen Behandlungszentren wird die interkantonale Vereinbarung über die hoch spezialisierte Medizin umgesetzt. Für die kompetente Behandlung braucht es die medizinische Infrastruktur und genügend Fachpersonal. Ein Minimum an Patienten ist sinnvoll, aus finanziellen, logistischen und personellen Gründen.

«Für die kleinsten Patienten können wir auch in Zukunft die beste Medizin sicherstellen», freut sich Henrik Köhler, Chefarzt der Kinderklinik am KSA, über die Anerkennung als Perinatalzentrum. Hier arbeiten die Geburtshilfe und die Neugeborenenmedizin eng zusammen. Sie sind oft nur wenige hundert Gramm schwer, die kleinen und extrem kleinen Frühgeborenen, die bis zu vier Monate zu früh auf die Welt kommen. Behandelt werden auch Neugeborene mit Atemnot, Infektionen oder anderen schweren Erkrankungen, die teilweise schon im Mutterleib diagnostiziert werden können. Bei angeborenen Fehlbildungen geschieht die medizinische Betreuung vor und nach der Operation durch die Kinderchirurgie.

Für den Notfall abrufbereit ist rund um die Uhr an 365 Tagen ein Polytrauma-Team, das aus sechs Spezialisten der Chirurgie, der Anästhesie und der Radiologie zusammengesetzt ist. Dies für die Behandlung von Erwachsenen, die – etwa nach einem Verkehrsunfall oder einem Sturz aus grosser Höhe – mit mehreren lebensbedrohenden Verletzungen eingeliefert werden. Das erfordert eine hohe Konzentration von Spezialisten und medizinischer Infrastruktur. Künftig gehört das KSA zu den wenigen Spitälern, die für derart komplexe Fälle infrage kommen. «Die Zunahme der Fallzahlen wird zu einer besseren Auslastung der teuren Leistungen führen und gleichzeitig die Kompetenz des Behandlungsteams stärken», unterstreicht Nikolaus Renner, Chefarzt der Abteilung Traumatologie.

die Behandlung von Hirnschlägen wird künftig in der Schweiz nur noch in acht Kompetenzzentren durchgeführt, das KSA inbegriffen. Dank guter Kombination der Disziplinen «wird es immer häufiger gelingen, schwere Behinderungen nach einem Schlaganfall zu vermeiden», schreibt Chefarzt Ulrich W. Buettner von der Neurologischen Klinik. Auch Tumoren und alle komplexen Hirnverletzungen können weiterhin am KSA behandelt werden. «Das Zentrum stellt eine qualitativ hochstehende Behandlung aller komplexen Erkrankungen des Hirnnervensystems und schwerer Schädelverletzungen für alle Aargauer sicher», so Javier Fandino, Leitender Arzt für Neurochirurgie.

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