Oftringen
Zwei Millionen Salatköpfe auf einer Hektare – das ganze Jahr hindurch

In Oftringen wurde der Grundstein für den Bau einer für die Schweiz einzigartigen neuen Salatproduktion gelegt. Im neuen Gewächshaus wird es möglich sein, ganzjährig Salat in nachhaltiger Produktion zu erzeugen. Erste Grossabnehmerin ist die Migros.

Raphael Nadler
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Ein Anblick, wie er sich bald in Oftringen bietet: Salat, so weit das Auge reicht. Ab April 2016 werden die Produkte aus der Hydrokultur-Produktion im Handel sein.

Ein Anblick, wie er sich bald in Oftringen bietet: Salat, so weit das Auge reicht. Ab April 2016 werden die Produkte aus der Hydrokultur-Produktion im Handel sein.

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«In diesem Gewächshaus wird es möglich sein, auf der Fläche von einer Hektare rund zwei Millionen Salatköpfe ganzjährig zu produzieren, während dafür draussen ein Feld von rund acht Hektaren Grösse benötigt würde», sagt Patrick Forster, Geschäftsführer der Trachsel AG in Pfaffnau, die an diesem Projekt beteiligt ist.

Für die Anlage wurde eine vergleichende Ökobilanz-Studie bei der Schweizer Klimaschutzstiftung Myclimate in Auftrag gegeben. Diese erteilt der Hydroproduktion ausgezeichnete Noten. «Diese Anlage ist ein hervorragendes Beispiel für eine nachhaltig durchdachte Produktion», sagt Kai Landwehr von Myclimate. «Auf einer relativ kleinen Fläche wird sehr ressourcenschonend produziert.»

Die Migros Aare pflegt seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit mit der Trachsel AG und bezieht Gemüse, Salat, Gurken und Erdbeeren aus deren Produktion. Diese Produkte werden unter dem Label «Aus der Region. Für die Region.» verkauft.

«Aus unserer Sicht wird es mit dieser Innovation möglich sein, die Wertschöpfung der Salatproduktion während des ganzen Jahres in der Region zu halten», erklärt André Lustenberger, Produkteverantwortlicher der Migros Aare.

Die ersten Salate werden etwa im Februar 2016 im fertiggestellten Gewächshaus gepflanzt. Im Sortiment des Gemüsehandels werden sie ab April 2016 zu finden sein.