Der 6-jährige Amar liegt zu Hause auf seinem Bett. Die Schule kann der Erstklässler zurzeit nicht besuchen. Der Bub hat sich das Steissbein gleich dreifach gebrochen. Doch was ist passiert? 

Vor rund drei Wochen spielte Amar mit Beatriz, einem Nachbarsmädchen, draussen neben einem Spielplatz im Wohnpark Triesch. Die beiden Kinder sehen einen Schacht vor einer Tiefgarage und hieven das ungesicherte Gitter aus «Gwunder» weg. 

Da passiert es: Amar und Beatriz (beide 6) fallen in den viereinhalb Meter tiefen Schacht. Blutüberströmt und hilflos habe sie die beiden Kinder gefunden, erzählt Nuran Asani, die Mutter von Amar. «Am liebsten wäre ich auch reingesprungen und hätte die beiden rausgeholt», sagt sie gegenüber «Tele M1».

Amar hatte nach dem Sturz grosse Schmerzen: «Ich konnte mich nicht bewegen und musste weinen.»

Mutter von Amar fordert ein Gesetz

Das Nachbarskind Beatriz hat sich beim Sturz in den Schacht einen Wirbel gebrochen und muss während der nächsten Wochen mit einem Gipskorsett herumlaufen. Ihr Vater ist empört, dass das Gitter neben dem Spielplatz nicht festgeschraubt war.

«Es kann doch nicht sein, dass ein solch tiefer Schacht nicht gesichert ist. Vor allem in diesem Quartier, wo so viele Kinder draussen spielen», sagt er. 

Die Verantwortlichen haben nach dem Vorfall reagiert und das Gitter gesichert. Der Mutter von Amar reicht das noch nicht: «Es braucht doch ein Gesetz dafür. Nur so können wir unsere Kinder wieder in Ruhe draussen spielen lassen.»

In den nächsten Wochen können die beiden Kinder auf jeden Fall nicht mehr miteinander spielen. Amar muss noch mindestens sechs Wochen das Bett hüten.