Prämierung
Zwei der ersten Schweizer Schulpreise gehen in den Aargau

Die ersten Schweizer Schulpreise sind vergeben. Unter den Ausgezeichneten befinden sich die Berufsschule Lenzburg und die Kantonale Schule für Berufsbildung.

Hans Fahrländer
Drucken
Teilen
Ruedi Suter, Rektor der Berufsschule Lenzburg, und Peter Anderau, Rektor der Berufsbildung mit Standorten in Aarau, Baden, Wohlen und Rheinfelden.

Ruedi Suter, Rektor der Berufsschule Lenzburg, und Peter Anderau, Rektor der Berufsbildung mit Standorten in Aarau, Baden, Wohlen und Rheinfelden.

zvg

Mit der erstmaligen Ausrichtung des Schweizer Schulpreises will das private «Forum Bildung», unterstützt von Stiftungen, Wirtschaftspartnern und Kantonen, «ein wichtiges Zeichen für eine zukunftsgerichtete Entwicklung im Schweizer Bildungswesen setzen».

Über 100 Schulen aller Stufen haben sich am Wettbewerb beteiligt. Eine Jury unter Leitung von Pädagogikprofessor Jürgen Oelkers hat aufgrund der eingereichten Dossiers 18 Finalisten erkürt. Diese 18 Schulen wurden von der Jury an zwei Tagen unter die Lupe genommen. Zehn erhielten am Donnerstag in Bern einen Preis.

Die Preissumme betrug 225 000 Franken. «Wir haben uns nicht angemasst, die besten Schulen des Landes zu finden», betonte Jury-Präsident Jürgen Oelkers. Vielmehr habe man Schulen gesucht, «die in international anerkannten Qualitätsmerkmalen besondere Leistungen erbringen».

«So muss duale Bildung sein»

In den Hauptpreis teilen sich die Oberstufenschule Wädenswil und die Ecoles communales aus Martigny. Sodann vergab die Jury vier zweite Preise. Zusammen mit der Sekundarschule Neftenbach, der Schule Schenkon und dem Gymnasium Bäumlihof Basel steht auch die Berufsschule Lenzburg (BSL) auf diesem Silberplatz. «Wir freuen uns riesig», sagt Rektor Ruedi Suter.

In seiner Laudatio bezeichnete Oelkers die mehrfach zertifizierte BSL als Schule, «welche das duale Berufsbildungskonzept modellhaft umsetzt». Warum hat sich die BSL an der Ausschreibung beteiligt? Suter: «Wir stellen uns gern dem Wettbewerb und sind sehr interessiert an einer Aussensicht.»

Besondere Integrationsleistung

Einen «Preis der Jury» erhielt die Kantonale Schule für Berufsbildung (KSB) mit ihren Standorten in Aarau, Baden, Wohlen und Rheinfelden. Die KSB bietet Jugendlichen, die nach der Volksschule den Weg in die Berufsbildung nicht direkt schaffen, ein Überbrückungsjahr an.

«Wir freuen uns sehr, dass die Jury unsere Bemühungen an einer nicht einfachen Nahtstelle gewürdigt hat», sagt Rektor Peter Anderau. Gemäss Jury-Präsident Oelkers erbringt die KSB mit ihrem Angebot «eine herausragende Integrationsleistung zwischen Schule, Arbeitswelt und Gesellschaft».

Anerkennung für Frühförderung

Unter den 18 Finalisten befand sich auch die Kantonsschule Wettingen, die indes knapp leer ausging.

Eine Anerkennung für Leistungen im Bereich Frühförderung erhielt das Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz mit mehreren aargauischen Mitgliedern und Sitz in Zofingen.

Aktuelle Nachrichten