Kantonale Abstimmung

Zustimmung zum A1-Zubringer Lenzburg mit 73 Prozent überwältigend

Knoten Neuhof in Lenzburg mit dem Hero Neubau. Richtung Bünztal wird ein Tunnel gebaut, der eine Entflechtung des Verkehrs ermöglicht.

Knoten Neuhof in Lenzburg mit dem Hero Neubau. Richtung Bünztal wird ein Tunnel gebaut, der eine Entflechtung des Verkehrs ermöglicht.

Das Aargauer Stimmvolk sagt mit dem unerwartet hohen Anteil von über 73 Prozent Ja zum A1-Zubringer Lenzburg mit einem Tunnel beim Knoten Neuhof. Eine Zustimmung ist allgemein erwartet worden, aber nicht in diesem Ausmass.

Mit der Auszählung aller elf Bezirke ergibt sich diese Schlussresultat: 113 995 Jastimmen stehen 41 012 Neinstimmen gegenüber. Die am stärksten tangieren Bezirke Bremgarten und Lenzburg haben mit rund 77 Prozent Ja noch deutlicher zugestimmt, als der übrige Kanton. Aber auch in den anderen Bezirken lag der Ja-Anteil über 70 Prozent. Einzig der Bezirk Rheinfelden machte eine marginale Ausnahme und ist mit 69,7 Prozent ganz leicht unterhalb dieser Schwelle. Die Stimmbeteiligung betrug knapp 41 Prozent und war im Bezirk Lenzburg mit über 45 Prozent am höchsten. .

Beim einzigen kantonalen Urnengang ging es um den Ausbau des A1-Zubringers Lenzburg und den Ausbau des Knotens Neuhof mit einem Tunnel. Die Gemeinden der Region, allen voran die Stadt Lenzburg, unterstützten diese Verkehrslösung, an die der Kanton die Hauptkosten von 72,5 Millionen Franken tragen wird.

Bei der Beratung im Grossen Rat kam das Behördereferendum zustande, das die SP und die Grünen unterstützten. Im Vorfeld der Abstimmung setzten sich primär die grossen bürgerlichen Parteien deutlich für das Strassenprojekt. Allen voran die SVP und die Freisinnigen, aber auch die CVP und die EDU.

Grundsätzlich gegen neue Strassen oder das teure Projekt und den Landverschleiss argumentierten SP, Grüne, BDP, EVP, GLP und SD. Sie forderten Alternativen, die weniger teuer und weniger aufwändig sind. Dem Kanton wurde immer wieder vorgeworfen, er habe solche Pläne in der Schublade, wolle sie aber nicht auf den Tisch legen.

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