Zürich
Zürcher Junggrüne verunglimpfen Aargauer als Puffgänger

Das Plakat zur Volksabstimmung zeigt ein Auto mit einer weissen Socke auf der Antenne, das in Richtung einer Sexbox fährt. Der Slogan dazu heisst: «Keine Schnellstrasse für Aargauer ins Puff!». Dies sorgt im Aargau nun für Empörung.

Sarah Künzli
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Das Plakat der Jungen Grünen am Bahnhof Zürich

Das Plakat der Jungen Grünen am Bahnhof Zürich

Luca Maggi

Bei dem Plakat geht es um die Zürcher Volksabstimmung vom 23. September. Die Jungen Grünen Zürich setzen sich gegen den Bau des Autobahnzubringers A4 bei Obfelden/Ottenbach ein und haben deswegen dieses Plakat gestaltet.

«Durch die provokative Art des Plakates soll auf die Sinnlosigkeit des Autobahnzubringers hingewiesen werden», sagt Luca Maggi, Präsident der Jungen Grünen Zürich. Es bringe lediglich einigen Autofahrern aus dem Kanton Aargau etwas, die sich im Freizeitverkehr in Richtung Vergnügungsviertel begeben. So sei auch der Witz des Plakates mit einem Aargauer, der ins Puff fährt, entstanden. «Doch beleidigen wollten sie mit diesem Plakat sicher niemanden», beteuert Luca Maggi.

Geri Müller findet es gar nicht lustig

Ömer Ferit Oral, Präsident der Jungen Grünen Aargau sieht das Plakat als Experiment der Jungen. «Die Jungen Grünen Aargau können aus der Aktion sogar eine Lehre ziehen: Je nachdem wie die Reaktionen sind, machen wir auch einmal etwas Ähnliches oder eben nicht», sagt er gegenüber der az.

Nationalrat Geri Müller, der selber bei den Grünen ist, findet das Plakat aber gar nicht lustig. «Ich sage das jetzt nicht, weil ich Aargauer bin. Aber man sollte nie Stereotypen bedienen und andere fertigmachen, um sich zu profilieren», sagt er gegenüber von «20 Minuten».