Aargauer Regierungswahlen
Zum ersten Mal eine Frau: Franziska Roth soll für die SVP Susanne Hochuli (Grüne) verdrängen

Offiziell ist es noch nicht aber: Tele M1 weiss aus SVP-internen Quellen, dass die Brugger Bezirksgerichtspräsidentin Franziska Roth, die zweite Kandidatin der SVP für die Regierungsratswahlen ist. Es ist das erste Mal, dass die SVP mit einer Frau antritt.

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Franziska Roth

Franziska Roth

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Am Mittwoch will die SVP bekannt geben, mit welchen Kandidaten sie in die Regierungsratswahlen steigt. Die zweite Kandidatin neben dem amtierenden Regierungsrat Alex Hürzeler dürfte die Brugger Bezirksgerichtspräsidentin Franziska Roth sein. Das berichtete Tele M1 unter Berufung auf SVP-interne Quellen. Weder Franziska Roth selber noch das SVP-Präsidium wollten dies allerdings vor der auf heute Nachmittag einberufenen Medieninformation offiziell bestätigen.

Frei wird im Herbst der Sitz von Finanzdirektor Roland Brogli (CVP). Wie schon vor vier Jahren, als der freisinnige Baudirektor Peter C. Beyeler zu ersetzen war, zielt die SVP mit ihrem Anspruch auf eine Zweiervertretung aber nicht unbedingt auf den frei werdenden, bürgerlichen Sitz. Die Kampfkandidatur ist, auch wenn die SVP das nicht explizit so deklariert, vielmehr gegen Gesundheits- und Sozialdirektorin Susanne Hochuli von den Grünen gerichtet.
Als einzige der amtierenden Regierungsmitglieder hat sich Hochuli bis anhin noch nicht dazu geäussert, ob sie im Herbst für eine weitere Amtsperiode kandidieren will. Das machte die Kandidatensuche für die SVP nicht einfacher. Sollte Susanne Hochuli wider Erwarten nicht mehr antreten, würde dies die Erfolgschancen einer zweiten SVP-Kandidatur markant steigern. Entsprechend grösser dürfte das Interesse der valablen Kandidatinnen und Kandidaten aus der Parteiprominenz sein, in einen Wahlkampf zu steigen.
Wenn sich nun die Kandidatur der 52-jährigen Brugger Gerichtspräsidentin Franziska Roth abzeichnet, deutet das eher darauf hin, dass man in der SVP nicht damit rechnet, dass im Oktober ohnehin ein zweiter Regierungssitz frei wird. Roth ist zwar 2011 für die SVP zu den Nationalratswahlen angetreten und war in der Amtsperiode 2010/13 Einwohnerrätin in Brugg, ansonsten ist sie in der kantonalen Politik bisher aber kaum aufgefallen. (mou)