Abschiedsfest
Zum Abschied gabs für Beyeler Rucksack und Töffhelm

Grosser Bahnhof in Unterentfelden für Baudirektor Peter C. Beyeler in der Bauschule Unterentfelden: Mit 160 prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Mitarbeitern aus dem Departement feierte ein lockerer Regierungsrat fröhlich Abschied.

Hans Lüthi
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Susanne Hochuli beschenkt Eva und Peter Beyeler.
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Blumen und viel Lob von Ständerätin Bruderer.
Baudirektor Peter C. Beyeler verabschiedet sich
Beste Unterhaltung mit Wynavalley Oldtime Jazz.
160 Gäste aus Poltik, Wirtschaft und BVU.

Susanne Hochuli beschenkt Eva und Peter Beyeler.

EMANUEL PER FREUDIGER

Nein, der Abschied nach 13 Jahren im Buchenhof Aarau fällt Baudirektor Peter C. Beyeler nicht leicht. Besser ein lustiges Fest mit Freunden, statt der schönen, strengen, fröhlichen und ärgerlichen Zeit als Aargauer Regierungsrat nachzuweinen, sagte er sich. Beyeler lud seine Familie, 160 Gäste aus nationaler und kantonaler Politik und die Abeilungs- und Sektionsleiter seines Departementes Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) zu einem gemütlichen und gediegenen Anlass an.

Als goldrichtiger Ort erwies sich die Bauschule Unterentfelden, nicht der Parkplätze wegen, aber dank erstklassiger Gastronomie. Man kam natürlich nicht des Essens wegen, aber was da die Lehrlings-Köche und Service-Fachleute unter Chef Daniel Sennrich auf den Tisch zauberten, wäre auch in einem Fünfstern-Hotel gut angekommen. Also, wenn sie es schon wissen wollen: Zur Vorspeise ein wunderbar zartes Zanderfilet, dann ein Kalbsnierstück mit Portweinsauce und Kartoffelgemüse. Als Präsident von Gastro Aargau wirkte Josef Füglistaller selber mit.

Selbstverständlich stand die geistige Kost über allen leiblichen Genüssen, Ständerätin Pascale Bruderer beschwor den Badener Geist, Franz Steinegger den liberalen Geist und Landammann Susanne Hochuli den Aargauer Geist. Chefsekretärin Silvia Erne war schon im Departement als Beyeler ankam und verriet einiges über den persönlichen Wandel in der langen Amtszeit. Generalsekretär Maurus Büsser und Hauswart Ueli Horn, alias Komiker Gögi aus Zofingen, führten mit Witz und Humor durch das Programm und testeten erfolgreich die Schlagfertigkeit von Beyeler.

Daneben fand der Baudirektor auch noch Zeit, an der Klarinette mit seiner Wynavalley Oldtime Jazzband mit Herzblut und Begeisterung mitzuspielen. Typisch Badener Geist fand Pascale Bruderer, die das politische Wirken des FDP-Regierungsrates würdigte. In der Energie als Taktgeber, beim Fluglärm und im Auen- und Umweltschutz habe er viel Positives bewirkt und gezeigt, dass Ökologie und Ökonomie kein Widerspruch sein müssten.

Neben vielen schönen Worten gab es handfeste Geschenke. Mit einem Rucksack voller Utensilien empfahl Landammann Susanne Hochuli ihre Grenzwanderung um den Aargau, übrigens 320 Kilometer lang, mit 7600 Höhenmetern. «In der Regierung kommen wir wirklich sehr gut aus – seit bekannt ist, dass ich gehe», bedankte sich Beyeler bei der einzigen Regierungsfrau. Auch mit der Partei hatte er das Heu zwangsläufig nicht immer auf der gleichen Bühne. «Aber alles ist gut gelungen, Du kannst auf das Erreichte stolz sein», lobte FDP-Präsident Thierry Burkart. Und der Harley-Fahrer schenkte dem BMW-Töfffahrer einen bemalten Helm. Aber beim Probieren reklamierte Peter C. Beyeler lautstark: «Sie haben meine wirkliche Grösse noch immer nicht erkannt!»

Ein bisschen Wehmut kam schon auf, als sich ein sprachloser Beyeler mit diesen Worten bedankte: «Hätte ich um die hohe Wertschätzung meiner Person gewusst, wäre ich vielleicht zu einer weiteren Amtsperiode angetreten», schmunzelte der Baudirektor. Er sei extrem gerne Regierungsrat gewesen und habe sich mit viel Herzblut und Leidenschaft engagiert. Gemeinsam sei es gelungen, den Aargau im Qualitätsindex voranzubringen. Seinem Nachfolger Stephan Attiger gab Beyeler einen unerwarteten Rat: «Nur wer den Kreisel verlässt, kommt vorwärts.»

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