Die Aargauer Hausärzte können wieder aufatmen: Der Aargauer Regierungsrat hat beschlossen, den Zulassungsstopp für Aargauer Ärzte nicht wiedereinzuführen. Damit dürfen die Ärzte weiter zulasten der Krankenversicherung arbeiten - ohne schriftliche Bewilligung des Gesundheitsdepartements.

Zahnloser Papiertiger

Zuvor regulierte der Kanton mit dem Zulassungsstopp - notabene einem Notrecht - die Zahl der Ärzte im Aargau.

Allerdings konnten die Kosten im Gesundheitswesen während dieser neunjährigen Phase kaum gesenkt werden.

Auch auf die Zahl der Ärzte, die ihre Rechnungen über die Krankenversicherung abwickeln, habe sich der Zulassungsstopp «nur beschränkt ausgewirkt». Der Zulassungsstopp hat sich also als zahnloser Papiertiger entpuppt.

Ärzte hamstern bei Zulassung

Derzeit schiessen die Bewilligungen aber wie Pilze aus dem Boden: Alleine im ersten Halbjahr 2013 erteilte der Kanton 216 Bewilligungen.

Im gesamten letzten Jahr liess der Kanton 153 Ärzte zu, 2011 waren es sogar nur 71.

Die Zahl der Berufsausübungs-Bewilligungen nimmt also drastisch zu - der Kanton schreibt, zahlreiche Ärzte hätten quasi eine Zulassung auf Vorrat beantragt. (hon)