Das Video machte Ende letzten Jahres die Runde auf den Pausenhöfen. Es zeigt, wie sich eine 14-Jährige mit einer Pet-Flasche selbst befriedigt. Unter den Jugendlichen verbreitete sich das Video rasend schnell via Handy und Internet.

Verfahren eröffnet

Im Kanton Zürich wurden Verfahren gegen neun Jugendliche eröffnet. Die Verfahren sind grösstenteils abgeschlossen, wie Beat Fritsche, Sprecher der Jugendanwaltschaft am Freitag zu einem Bericht von "20Minuten" machte.

Da das Mädchen auf dem Video zum Zeitpunkt erst 14 Jahre alt war, handelt es sich nach dem Gesetz damit um verbotene Kinderpornografie. Dabei spielt es auch keine Rolle, dass sich das Mädchen selbst filmte. Der Besitz solchen Materials ist illegal. «Sobald man solches Material speichert, macht man sich strafbar», erläutert Strafrechtspezialist Kenad Melunovic. «Ob gewollt oder nicht spielt keine Rolle»

Mittäter aus dem Kanton Aargau

Die Aargauer Jugendanwaltschaft hat nun zwei Jugendliche verurteilt, obwohl diese das Video nicht verbreitet haben. «Die Jugendanwaltschaft kam zum Schluss, dass diese beiden Personen nicht verantwortlich sind für das Uploaden», begründet Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, den Gerichtsentscheid gegenüber Tele M1.

Damit dürften sich noch unzählige andere Jugendliche strafbar gemacht haben. Wie hoch die Strafe für die beiden Aargauer Jugendlichen ausfällt, gibt die Staatsanwaltschaft nicht bekannt. Die Höchststrafe liegt bei einem Jahr Haft. (cze)