Grossratswahlen

Zu wenig Einfluss bei politischen Geschäften? Der Baumeisterverband fordert seine Mitglieder zum Handeln auf

Der Baumeister Verband Aargau diskutierte die drängendsten Fragen des Bauhauptgewerbes. (Symbolbild)

Der Baumeister Verband Aargau diskutierte die drängendsten Fragen des Bauhauptgewerbes. (Symbolbild)

Der Baumeisterverband kritisiert, dass sich zu wenig Bauunternehmer in der Politik engagieren. Dies werde besonders gut in Wahljahren ersichtlich. Die zweite Baustelle des Verbandes ist die Nachwuchsförderung.

Im Hinblick auf die Grossratswahlen veranstaltete der Baumeister Verband Aargau im Kultur- und Kongresshaus Aarau ein Podium mit fünf Kandidierenden und Ständerat Thierry Burkart. Dabei wurden laut einer Mitteilung die drängendsten Fragen des Bauhauptgewerbes diskutiert.

Beim Talk kristallisierten sich drei Baustellen heraus, welche die Branche beschäftigen. In Wahljahren zeige sich, dass sich zu wenig Bauunternehmer zur Verfügung stellten, um sich in der Politik zu engagieren. Beat Fehlmann, Geschäftsführer, Gemeinderat und Grossratskandidat, wies darauf hin, «dass die Wahl von Bauunternehmern in den Grossen Rat wichtig wäre, da sie bei politischen Geschäften Einfluss nehmen könnten.»

Alexander Eigensatz, Abteilungsleiter Tiefbau und Grossratskandidat, sieht in der verstärkten Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden aus der Baubranche viel Optimierungspotenzial, um den Bedürfnissen des Baugewerbes besseres Gehör zu verschaffen.

Fachkräftemangel dürfte sich noch verschärfen

Die zweite Baustelle ist die Nachwuchsförderung durch die Besetzung von Lehrstellen. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Fachkräften in der Baubranche weiter steigen, da viele gestandene Mitarbeiter in Rente gehen. Die dritte Baustelle betrifft die Organisation der Firmen.

Karin Faes, Unternehmerin und Grossratskandidatin, hat in ihrer Firma gute Erfahrungen gemacht mit dem Angebot von Teilzeitstellen und einer Kindertagesstätte. Marc Huggenberger, Geschäftsführer und Grossratskandidat, sieht bei Arbeitszeitmodellen viele Optimierungsmöglichkeiten. «Sie helfen, die Fluktuation in Betrieben zu reduzieren», sagte er.

Auch zwei aktuelle politische Geschäfte wurden angesprochen. Alfons P. Kaufmann, Unternehmer und Grossrat, ist sicher, «dass die Annahme des Energiegesetzes zu mehr Bauvolumen führen wird». Thierry Burkart sprach sich gegen die Begrenzungsinitiative aus, da die Branche auch künftig nicht ohne ausländische Arbeitnehmer auskommen werde. (az)

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