Der Solothurner SVP-Politiker Roland Borer ist 64 Jahre alt, Bea Heim (SP/SO) zählt 68 Lenze und das Laufenburger SVP-Urgestein Maximilian Reimann gar 72 Jahre. Sie alle kandidieren für den Nationalrat und wollen dort noch einmal vier Jahre sitzen. 

Zu lange, findet die 28-jährige Lenzburger Grüne Irène Kälin. Die Grossrätin will auch in den Nationalrat und fordert, dass dort die Senioren Platz für die Jungen machen.

Doch da diese selten von selbst die Sessel räumen, wäre für sie eine Amtszeitbeschränkung die richtige Lösung. «Etwa auf drei Legislaturen, das wären dann zwölf Jahre», schlägt Kälin vor.

«Nehme es noch mit manchem Jungen auf»

Die Senioren selbst fühlen sich noch fit genug fürs Parlament. «Ich nehme es noch mit so manchem Jungen auf, das ist völlig klar», ist Maximilian Reimann überzeugt.

Und Bea Heim sagt, auf die Rücktrittsforderung angesprochen: «Ich bin zwäg.» Ihr Alter sieht die Politikerin als Vor- und nicht als Nachteil: «Jetzt, wo es darum geht, die Altersreform 2020 auf die richtige Schiene zu bringen, vertrete ich genau die richtige Generation.»

«Es gibt viele Stimmbürger in meinem Alter, die von Parlamentariern im gleichen Alter vertreten werden wollen», sagt auch Reimann.