Die Liste der Straftaten ist lang: 1996 und 2001 wurde ein 1968 in der Schweiz geborene Italiener wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 12 respektive 18 Monaten bedingt verurteilt. 2007 wurde er, vor allem wegen solcher Delikte, zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren verurteilt.

2014 folgte eine unbedingten Geldstrafe von 150 Tagessätzen wegen Sozialhilfebetrugs. Im April 2015 in Deutschland eine Freiheitsstrafe von 2,5 Jahren, diesmal wegen der Einführung von Betäubungsmitteln in "nicht geringer Menge", wie das Bundesgericht in einem aktuellen Urteil festhält. 9 Monate sass er in einem deutschen Gefängnis ab. 

Dazu kommen weitere Verurteilungen, die das Bundesgericht gar nicht erst aufführt. Der Italiener, ein Ausländer der zweiten Generation, hat mehrere Suchttherapien hinter sich. Nach der Geburt hatte er vier Jahre lang in Italien gelebt, ehe er zu den Eltern in die Schweiz kam.

Schwere und konkrete Gefahr

Im November 2015 lehnt es das Aargauer Amt für Migration und Integration ab, ihm eine Aufenthaltsbewiligung zu erteilen. Es ordnete deshalb die Wegweisung an. Das Aargauer Verwaltungsgericht wies die Einsprache des Secondos ab. Es kam zum Schluss, dass angesichts der wiederholt schweren Straffälligkeit, der Abhängigkeit von Betäubungsmitteln und dem Verlauf entsprechender Therapien "eine schwere und konkrete Gefahr neuer Störungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit" ausgehe. Die Verweigerung sei verhältnismässig, auch unter Berücksichtigung der Europäischen Menschenrechtskonvention. 

Mit einer weiteren Beschwerde zog der 49-jährige Secondo dagegen vor Bundesgericht. Ihm sei zumindest eine Aufenthaltsbewilligung unter Auflagen zu erteilen, welches die Abstinenz des Suchtproblems bestätigt, forderte er. Die Richter in Lausanne haben die Beschwerde allerdings abgewiesen. "Mit der kurzen Schilderung seiner Sicht der Dinge legt der Beschwerdeführer auch nicht ansatzweise dar, inwiefern das Verwaltungsgericht mit seinen Erwägungen bzw. seinem Entscheid im Ergebnis schweizerisches Recht verletzt habe", hält es abschliessend fest.

Urteil 2C_727/2017