Für die Sicherheit in den Aargauer Asylzentren ist ab diesem Sommer die Ostschweizer Firma «VüCH» verantwortlich, wie Tele M1 am Donnerstag berichtete.

In den vergangenen sieben Jahren war die Sicherheitsfirma Securitas für Ruhe und Ordnung in den hiesigen Asylzentren zuständig. Dies kostete den Kanton sechs Millionen Franken pro Jahr. Will die Regierung bei der Sicherheit sparen?

Daniela Diener, Sprecherin vom Sozialdepartement Aargau, sagt: «Wir haben bei der Vergabe den Preis und die fachliche Qualität gleich gewichtet.»

Glarner: «Wir müssen immer Angst haben»

Bei der Securitas stehen nun laut TeleM1 70 Stellen auf der Kippe. Die Firma nahm schriftlich Stellung: «Wir erfüllen die Sicherheitsaufgaben seit über sieben Jahren. Unsere Offerte vermochte bei der Neuvergabe qualitativ zu überzeugen, konnte sich preislich aber nicht durchsetzen.»

Der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner findet es richtig, dass der Kanton auf die Kosten schaut. Er glaubt nicht, dass die Sicherheit unter der Neuvergabe leidet: «In Asylzentren geht nie alles geordnet zu und her. Wir müssen immer Angst haben.»

Allerdings gilt die Ostschweizer Firma bei der Gewerkschaft Unia nicht als Vorzeigefirma. So soll es die «VüCH» bei den Arbeitszeiten ihrer Mitarbeiter und mit den Spesen nicht so genau nehmen.

SP-Grossrat Max Choppard fordert deshalb vom Kanton, dass er ganz genau hinschaut: «Die Sicherheit ist ein sensibler Bereich. Es braucht gutes und qualifiziertes Personal von einer sauberen Firma.»

Die Neuvergabe ist noch nicht in Stein gemeisselt. Die Beschwerdefrist läuft noch.