Veloverleih
Zu teuer: Der Aargau will noch nicht so recht rollen

In der ganzen Schweiz entstehen gratis Velo-Verleih-Stationen für den täglichen Gebrauch. Nur im Aargau scheint das Konzept noch nicht angekommen zu sein, obschon der Kanton bestens dafür geeignet wäre.

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Elektrovelos: 5 Franken für eine Ausleihe bis zu einer Stunde. Jede weitere angebrochene Stunde kostet 2 Franken. (Symbolbild)

Elektrovelos: 5 Franken für eine Ausleihe bis zu einer Stunde. Jede weitere angebrochene Stunde kostet 2 Franken. (Symbolbild)

Keystone

An verschiedenen Standorten stehen in der Stadt Zürich Elektrovelos und andere Drahtesel zur Verfügung. Die meist fabrikneuen Fahrräder stehen dem geneigten Hobby-Radler für eine Gebühr von 20 Franken zur Verfügung. Das Konzept der regionalen Veloverleihe findet Anklang bei der Bevölkerung und den Gemeinden, vorwiegend in der Westschweiz.

Das Projekt «Bern rollt» hat sich nicht nur in Bern, sondern unter dem Label «Schweiz rollt» in Genf, Neuenburg, Wallis, Thun und in Zürich bereits bewährt.

Der Aargau hinkt hinterher

Die Idee, Velos an Passanten zu vermieten funktioniert in Städten, aber auch in eher ländlichen Regionen, in denen man die Landschaft vom Velosattel aus bewundern kann. Trotz zahlreichen erfolgreichen Beispielen gibt es im Kanton Aargau bisher kein vergleichbares Projekt.

Lediglich die Region Baden macht Anstalten, einen regionalen Veloverleih aufzubauen. Dabei wurden im Jahr 2011 die unterschiedlichen Veloverleihsysteme geprüft und Offerten von Anbietern wie Velopass oder Nextbike geprüft.

Konzept wird diskutiert

Man könnte sich durchaus vorstellen, Velostationen zur Unterstützung des Langsamverkehrs zu installieren, sagt eine Sprecherin von Baden Regio. Dabei könnte man an Bus- und Bahnhöfen, Schulen oder sogar auf Firmenarealen solche Stationen platzieren. Dies sei aber alles noch nicht besprochen.

Das Hauptproblem: Es kostet. Für eine einzelne Station schätzt man einen finanziellen Aufwand von 70'000 Franken. Für den Betrieb rechnen sich dann nochmals bis zu 15'000 Franken jedes Jahr hinzu. Von Kanton und Bund kam bisher noch wenig Unterstützung. (kgh)