Asyl
Zivilschützer sollen im Aargau Asylbewerber überwachen

Der Aargau plant offenbar Zivilschützer zur Überwachung von Asylbewerbern einzusetzen. Sie sollen die Kantons- und Regionalpolizei ab November bei den Partrouillen in jenen Quartieren unterstützen, in denen Asylzentren stehen.

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Asylbewerber aus Somalia raucht eine Zigarette vor Unterkunft.

Asylbewerber aus Somalia raucht eine Zigarette vor Unterkunft.

Keystone

Vergangen Freitag verschickte Guido Beljean eine «Einladung zum Informationssrapport» an die verantwortlichen Zivilschützer im Kanton. Beljean ist Leiter der Sektion Koordination Zivilschutz bei der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz.

«Der Führungsausschuss der Taskforce ‹Crime Stop› hat an der Sitzung vom 10. August 2012 beschlossen, zur Unterstützung der Kantons- und Regionalpolizei den Zivilschutz für Quartierpatrouillen einzusetzen.» Der Einsatz des Zivilschutzes soll nach Möglichkeit ab November 2012 erfolgen», schreibt Beljean in einer Mail.

Noch nicht definitiv entschieden

Die Massnahme ist Teil des des Massnahmenpakets, das die Aargauer Regierung Ende Juli vorgestellt hat. Damit wollen die Behörden gegen kriminelle Asylbewerber vorgehen.

Auf Anfrage von «SonntagsBlick» bestätigt der Aargauer Regierungssprecher Peter Buri den Plan. Ganz definitiv entschieden sei in der Sache aber noch nichts. Es gehe «um Abklärungen bezüglich Machbarkeit und Tauglichkeit solcher Einsätze». Im Gesetz seien Unterstützungs- und Entlastungseinsätze des Zivilschutzes zu Gunsten der Polizei vorgesehen, so Buri.