Asyl
Zivilschutz bei Asylzentren: Kanton geht nochmals über die Bücher

Der Kanton will im Rahmen von «Crime stop» auch Zivilschützer rund um Asylunterkünfte patrouillieren lassen. Beim Zivilschutz hat das Ansinnen heftige Abwehr-Reaktionen hervorgerufen. Nun will der Katnon nochmals über die Bücher gehen.

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Im Kampf gegen kriminelle Asylbewerber will der Kanton auch den Zivilschutz einspannen. Zivilschützer könnten rund um Asylunterkünfte patrouillieren und so die Regionalpolizeien unterstützen. Das die Vorstellung, die der Kanton im Rahmen von «Crime stop» prüfen wollte.

Das Unterfangen droht nun zu scheitern, bevor es überhaupt gestartet wurde. Widerstand kommt von allen Seiten, vor allem aber vom Zivilschutz selbst. Der Chef des Badener Zivilschutzes Martin Zulauf fand gegenüber dem «Regionaljournal» bereits am Montag deutliche Worte: «Das ist nicht die Aufgabe des Zivilschutzes. Die Zivilschützer sind nicht dafür ausgebildet und werden einer Gefahr ausgesetzt, der sie nicht gewachsen sind.»

Kanton sucht erneut Gespräch

Beim Kanton sind weitere, gleichlautende Rückmeldungen eingegangen, wie Hans Peter Fricker, Generalsekretär des Departementes für Volkswirtschaft und Inneres und Leiter der Task Force «Crime Stop» gegenüber dem «Regionaljournal» sagt. Der Kanton hat laut Fricker denn auch bereits reagiert. «Wenn so wie jetzt, von Seiten von grossen Zivilschutzorganisationen Vorbehalte angemeldet werden, dann muss man da wohl noch einmal über die Bücher.»

Ob es doch noch zu Patrouillen kommt, wird sich in den kommen Tagen zeigen. Vertreter des Kantons und der Zivilschutzes werden sich an einen Tisch setzen und den Vorstoss nochmals diskutieren. Über den Verlauf der Gespräche will der Kanton Ende der Woche informieren.

Klar ist: Eine Handhabe hat der Kanton keine, denn zu Asyl-Patrouillen zwingen kann der den Zivilschutz nicht. (rsn)