Umbauprojekt

Zeughaus in Aarau wird für 15 Millionen für Hochulis Departement modernisiert

Das kantonale Zeughaus Rössligut in Aarau erhält ein neues Gesicht. Das Projekt für den Umbau ist erkoren: «Kavalliere» heisst es. 2019 soll das Departement Gesundheit und Soziales mit 200 Mitarbeitern einziehen.

Die Wettbewerbsprojekte für den Umbau des Zeughauses können bis am 2. Mai (Montag bis Freitag, jeweils 10 bis 16 Uhr) in der Reithalle Ost in Aarau besichtigt werden. Die Ausstellung wurde gestern von Kantonsbaumeister François Chapuis eröffnet. An der Vernissage stellten Kuno Schumacher von Immobilien Aargau, DGS-Generalsekretär Stephan Campi und ETH-Gebäudetechnik-Professor Hansjürg Leibundgut die Umbaupläne vor.

Aus neun Vorschlägen entschied sich die Jury für das Siegerprojekt «Kavallerie» des Zürcher Generalplanerteams ARGE Nik Biedermann. Der Entwurf zeichnet sich durch minimalste Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur einerseits und grösstmögliche Flexibilität bei der neuen Innenraumgestaltung anderseits aus.

Die grosszügige Treppenhalle, der Liftschacht und die sanitären Installationen bleiben am bisherigen Standort erhalten. Einziger Neubauteil ist der Ersatz des aussenliegenden Nottreppenhauses durch ein massives, geschlossenes Treppenhaus. Es dient gleichzeitig der Längsversteifung des Altbaus und damit der Erdbebensicherheit.

Mit Wärme aus der Tiefe

Als Besonderheit wurde für die Gebäudetechnik ein separater Studienauftrag ausgeschrieben. Hier ging der Zuschlag an die Hans Habicht AG in Aarau.

Obwohl aufgrund der denkmalpflegerischen Anforderungen eine Aussendämmung des Anfang der 1930er-Jahre erbauten Zeughauses nicht infrage kommt, wird mit ihrem Konzept die Vorgabe des Kantons für nachhaltiges Bauen erfüllt: Das Zeughaus wird nach dem Umbau emissionsfrei funktionieren. Und zwar nach dem sogenannten LowExergy-Ansatz: Über sechs 500 Meter tief reichende Erdsonden wird im Sommer überschüssige Wärme aus dem Gebäude und im Winter Wärme ins Gebäude geleitet – mit einer Wärmepumpe, die quasi auch rückwärts wie ein Kühlschrank läuft.

Verwaltung wird konzentriert

Im Aarauer Zeughaus soll ab Mitte 2019 das Departement Gesundheit und Soziales mit rund 200 Mitarbeitern einquartiert werden: Das Generalsekretariat, der kantonsärztliche Dienst, der kantonale Sozialdienst und die Abteilungen Gesundheitsversorgung sowie Militär- und Bevölkerungsschutz sollen in den umgebauten Räumlichkeiten konzentriert werden. Der frei werdende Platz im Verwaltungsgebäude Behmen wird von den Teilen des Departements Bildung, Kultur und Sport belegt, die heute dezentral in zugemieteten Liegenschaften untergebracht sind.

Der Ausführungskredit für das Umbauprojekt sollte dem Grossen Rat Ende 2015 vorgelegt werden können, der Baubeginn ist für Ende 2016/Anfang 2017 vorgesehen. Inklusive Baunebenkosten und Ausstattung ist mit Gesamtkosten von 15 bis 18 Millionen zu rechnen.

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