Aktion
Zeichen für Frauenförderung in der Regierung: Juso färbt drei Brunnen im Aargau rot

Die Juso Aargau hat am Samstag in drei Städten je einen Brunnen rot eingefärbt. Mit der Aktion will die Partei auf das Fehlen von Frauen in der Regierung hinweisen.

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JUSO Aargau färbt Brunnen rot
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Dieser rote Brunnen steht in Aarau
Und dieser hier in Baden

JUSO Aargau färbt Brunnen rot

zvg

Die Juso war am Samstagmorgen aktiv. In Aarau, Baden und Bremgarten hat sie je einen Brunnen mit roter Farbe eingefärbt. Die Anzahl erklärt die Jungpartei in einem Communiqué wie folgt: «Drei ist die Anzahl an Frauen, die seit der Gründung des Aargaus im Regierungsrat waren und auch die Anzahl an Frauen, die aktuell mindestens vertreten sein sollten.» Das fünfköpfige Gremium bestehe momentan aber nur aus Männern. «Es ist inakzeptabel, dass der Kanton ein Jahr nach dem nationalen Frauenstreik, bei dem über eine halbe Million Menschen für Gleichberechtigung auf die Strasse gingen, eine reine Männerregierung vorweist», schreibt die Juso.

«Frauenanliegen wurden zu lange von Gesellschaft und Politik ignoriert und an den Rand geschoben. Es muss endlich gehandelt werden. Wir brauchen Frauen im Regierungsrat», wird Lara Hitz, Präsidentin der Juso Aargau zitiert.

Auch Tampons verschenkt

Bei den Brunnen wurden zusätzlich Tampons hingestellt, die gratis mitgenommen werden konnten. Das Schild «Weil Frauenanliegen zu lange ignoriert wurden» habe somit eine doppelte Bedeutung. «Menstruationsartikel unterliegen noch immer der Luxussteuer, obwohl menstruieren offensichtlich kein Luxusproblem ist», so die Partei. Und das liege auch daran, dass eine Regierung, die die Lebensrealitäten von Frauen nicht kenne, keine angemessene Politik für Frauen machen könne.

Diesen Oktober habe der Kanton Aargau die Chance, eine Regierung im Zeichen der Gleichberechtigung zu wählen, «von der sich mehr Menschen vertreten fühlen können als nur alte, weisse Männer».

Im Mai hatte die Juso Aargau drei Kandidatinnen für den Regierungsrat nominiert: Mit Cybel Dickson, Patricia Hegglin und Zoe Sutter will sie so ein Zeichen für die Frauenförderung in der Aargauer Regierung setzen. (ldu)

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