Völlig durchnässt und verwahrlost fand die Regionalpolizei Zofingen am vergangenen Sonntag zehn Tauben auf, wie Tele M1 am Donnerstag berichtete. Polizisten informierten daraufhin den Taubenzüchter Heinz Baumann aus Rothrist. Dieser nahm sich der ausgesetzten Vögel an. 

Baumman: "Eine Taube hatte keinen Schwanz mehr und eine andere hatte eine verletztes Auge", sagte er gegenüber Tele M1.

Noch nicht wieder schneeweiss

Taubenzüchter Baumann kümmert sich nun um die acht weissen Pfautauben und die zwei Wiggertaler Farbschwänze. Mit Mineralien und Vitaminpräparaten sollen die Tauben wieder zu Kräften gelangen.

Den Tieren gehe es schon bedeutend besser, erzählte er. Dennoch seien die Tauben auch Tage nach dem Fund noch immer von Parasiten befallen, was man an den kleinen Strichen auf den Flügeln erkennen könne.

"Das Gefieder ist auch noch nicht so weiss, wie es sein müsste. Nach einem Bad erstrahlen die Tauben aber wieder in schneeweissem Glanz", versichert Baumann.

Am Waldrand fand die Regionalpolizei Zofingen die zehn Tauben.

Am Waldrand fand die Regionalpolizei Zofingen die zehn Tauben.

Wer die Tauben ausgesetzt hat, ist derzeit nicht bekannt. Eine Taube trug zwar einen Ring, doch laut dem Verband Rassentauben Schweiz sei dieser nicht registriert. Heinz Baumann hat allerdings einen Verdacht.

Er geht davon aus, dass organisierte Verbrecher ihre Hände im Spiel haben. Im Gespräch mit dem passionierten Taubenzüchter wird schnell klar, dass ihm die Geschichte ans Herz geht. Gerade erst seien ihm vor sechs Wochen 95 Tauben aus der Voliere gestohlen worden. "Das ist Tierquälerei. Etwas Schlimmeres gibt es nicht", verschafft er seinem Ärger Luft.

Das Schicksal der zehn Tauben steht bereits fest. Wenn der Halter der Tauben nicht ausfindig gemacht werden kann, sollen sie in zwei Monaten weiter vermittelt werden.