Die Sozialhilfequote beträgt unverändert 2,2 Prozent, wie die Aargauer Staatskanzlei am Freitag mitteilte. Sie liegt damit weiterhin deutlich unter der gesamtschweizerischen Quote, die 2015 3,2 Prozent betragen hatte.

In den Gemeinden mit bis zu 5000 Einwohnern beträgt die Quote zwischen 1,2 und 1,6 Prozent. Gemeinden mit 5000 bis 10'000 Einwohnern weisen eine durchschnittliche Sozialhilfequote von 2,9 Prozent auf. Bei Ortschaften mit über 20'000 Einwohnern beträgt die Quote 3,3 Prozent.

Auch bei den Bezirken zeigen sich deutliche regionale Unterschiede. Die Sozialhilfequoten liegen zwischen 1,3 Prozent im Bezirk Muri und 3,0 Prozent im Bezirk Aarau. Sozialhilfequoten über dem Kantonsdurchschnitt weisen neben Aarau auch die Bezirke Zofingen (2,6 Prozent), Kulm (2,5), Baden (2,4) und Rheinfelden (2,3) auf.

Die 14'523 Sozialhilfebezüger und -bezügerinnen verteilen sich auf 9088 Dossiers. Dossiers mit einer Bezugsdauer von fünf Jahren und mehr machen 17,7 Prozent der laufenden Dossiers, aber nur 7,4 Prozent der abgeschlossenen Dossiers aus.

Weg aus der Sozialhilfe ist schwierig

Es werden demnach verhältnismässig wenige Dossiers mit einer Bezugsdauer von mehr als fünf Jahren abgeschlossen. Das sei wie in den Vorjahren ein Indiz dafür, dass es für Langzeitbezüger schwierig sei, einen Weg aus der Sozialhilfe zu finden, heisst es in der Mitteilung.

Die Mehrheit der Dossiers weist weiterhin eine Bezugsdauer von weniger als zwei Jahren auf. Bei den laufenden Dossiers sind dies 55,4 Prozent, bei den abgeschlossenen Dossiers 73,6 Prozent.

Neben der Sozialhilfequote, die sich auf die einzelnen Personen bezieht, wird seit einem Jahr auch die Haushaltsquote berechnet. Mit Abstand die höchste Haushaltsquote haben mit 18,1 Prozent die Ein-Eltern-Haushalte mit einem oder mehreren Minderjährigen.

Dass Haushalte mit Minderjährigen häufiger auf Sozialhilfe angewiesen sind, zeigt sich auch im hohen Anteil der Minderjährigen an allen Sozialhilfebeziehenden. Jede dritte unterstützte Person ist bis 17 Jahre alt.