Bis zu 300 Flüchtlinge möchte der Kanton auf dem Areal des ehemaligen A3- Werkhofs in Frick unterbringen. Dafür waren ursprünglich Ikea-Hütten vorgesehen – insgesamt 60 der sogenannten «Shelters for Refugees» sollten in den beiden Hallen aufgestellt werden.

Brandgefährliche IKEA-Häuser (18.12.2015)

So schnell brennen die Ikea-Häuser

Kurz vor Weihnachten musste der Kanton die Pläne begraben: Ein Brandtest im Kanton Zürich hatte gezeigt, dass die Ikea-Hütten nicht feuersicher sind. Sie brannten innerhalb weniger Minuten vollständig nieder, was das Departement Gesundheit und Soziales im Aargau veranlasste, auf die «Shelters» zu verzichten. Stattdessen wurden andere Lösungen geprüft und Departements- Sprecher Balz Bruder kündigte an, im Januar ein Baugesuch für das geplante Asyldorf in Frick einzureichen.

Evaluation länger als geplant

Die Abklärungen beanspruchten aber mehr Zeit als angenommen – doch nun hat sich der Kanton entschieden. Balz Bruder sagt auf Anfrage: «Aufgrund der Evaluation hat das Departement entschieden, die geplanten Shelters durch Wohncontainer zu ersetzen.» Mit dieser Variante ergebe sich «aufgrund der Rahmenbedingungen in den Hallen des A3-Werkhofs sowie der geplanten Nutzungsdauer» das vernünftigste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Details zur Anzahl und Ausstattung der Wohncontainer, zu Hersteller und Material sowie zu den Kosten gibt Bruder nicht bekannt. «Weitere Aufschlüsse wird das Baugesuch liefern, das laut Auskunft der Gemeinde am 5. Februar publiziert wird.»

Der frühere A3-Werkhof ist nur temporär als Asyldorf vorgesehen, ab 2018 soll dort das kantonale Katastropheneinsatzelement einziehen. In der einen Halle sollen Familien wohnen, in der anderen Männer.

Für die Kinder ist auf dem Areal eine eigene Klasse geplant, die sie auf die Einschulung vorbereitet. Widerstand gegen das geplante Asyldorf gibt es in Frick nicht. Der Gemeinderat hatte sich bereits im Oktober mit dem Vorhaben auseinandergesetzt und sich grundsätzliches mit den Plänen einverstanden erklärt.