Sommerferien
Wo die Aargauer Regierungsräte diesen Sommer Ferien machen

Die Aargauer Exekutive zieht es diesen Sommer in die Natur. Sie wandert und segelt im Aargau, im Tessin und in Griechenland. Eine gesetzliche Ferienregelung für Regierungsräte gibt es übrigens nicht. Sie sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt.

Mathias Küng
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Walken am Ufer eines Flusses – eine Möglichkeit für Finanzdirektor Roland Brogli, auszuspannen und sich zu erholen.

Walken am Ufer eines Flusses – eine Möglichkeit für Finanzdirektor Roland Brogli, auszuspannen und sich zu erholen.

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Ab heute sind im Aargau Schulferien. Da schalten auch die Regierungsräte einen Gang zurück und sind zeitweise nicht im Büro anzutreffen. Sie leisten sich zwischen acht Tagen und drei Wochen Ferien. Letztes Jahr konnten wir titeln: «Schweiz, Ostsee und Hawaii». So weit zog es damals die fünf Regierungsräte und den Staatsschreiber. Dieses Jahr ziehen sie viel kleinere Kreise. Niemand verlässt Europa. Einige Tage wirklich loszulassen und ohne Arbeit im Gepäck zu verreisen, schafft wiederum nur eine Minderheit. Wohin fährt die Regierung in die Ferien?

Drei Wochen Auszeit nimmt sich Frau Landammann Susanne Hochuli. In dieser Zeit wird sie aber im Aargau anzutreffen sein – abwechslungsweise beim Wandern, Lesen oder Schreiben. Mehrheitlich nehmen die Regierungsräte Arbeit in die Ferien mit, so auch Hochuli – «vor allem gedankliche Arbeit».

Heimatliche Gefilde zieht auch Regierungsstatthalter Alex Hürzeler vor. Der Bildungs- und Sportdirektor will im Sommer zehn Tage ausspannen, die Natur geniessen und golfen. Dafür hat er sich den Jurapark und den Schwarzwald ausgesucht. Auch er nimmt Arbeit mit.

Hofmann fährt ins Tessin

Bevorzugte Ferienregion von Volkswirtschaftsdirektor Urs Hofmann ist das Tessin. Wie in den letzten beiden Sommern nimmt er sich zwei Wochen Auszeit – und keine Arbeit mit. Anzutreffen sein wird er bei Baden, Sport und Lesen.

Finanzdirektor Roland Brogli entfernt sich ebenfalls nicht zu weit vom Büro respektive von der Staatskasse. Er klinkt sich zwei Wochen aus. Ziel: Ausspannen, Freunde besuchen, Wandern, Bücher lesen. Auch er unterstützt den einheimischen Tourismus und wird im Fricktal, im Appenzellerland und in der Bodenseeregion unterwegs sein.

Beyeler: Segeln im Mittelmeer

Da zieht es Bau- und Verkehrsdirektor Peter C. Beyeler in seinen letzten Sommerferien als amtierender Regierungsrat – er tritt im Herbst altersbedingt nicht mehr an – vergleichsweise weit weg. Der passionierte Segler ist zwei Wochen in Griechenland zum Segeln unterwegs – weit weg vom Gestürm um den gekröpften Nordanflug. Die Arbeit lässt er für einmal zu Hause.

Die kürzeste Auszeit leistet sich in diesem Sommer Staatsschreiber Peter Grünenfelder. Acht Tage für Wassersportferien in der Schweiz müssen genügen. Er nimmt Arbeit mit.

Entscheide sind möglich

Eine gesetzliche Ferienregelung für Regierungsräte gibt es übrigens nicht. Sie sind grundsätzlich 365 Tage im Jahr im Amt. Ferien beziehen können sie unter Berücksichtigung der anfallenden Arbeit und der Regierungssitzungen. Doch Ferien hin oder her: Die Regierungsräte stellen auch während ihrer Abwesenheit sicher, dass jederzeit ein Regierungsentscheid gefällt werden könnte, falls dies notwendig wäre. Die nächste offizielle Sitzung ist für den Mittwoch, 15. August, anberaumt.

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