Kernaufgabe des Bevölkerungsschutzes ist es, sich mit den verschiedensten Katastrophen- und Schadensereignissen auseinanderzusetzen. Dazu gehöre auch «eine sorgfältige und vorausschauende Planung für die Bewältigung ausserordentlicher Ereignisse, wie zum Beispiel eines Erdbebens oder eines nuklearen Unfalls», wie die Kantone Aargau und Solothurn am Dienstag mitteilen.

Eine der schwierigsten Aufgaben bestehe dabei in der Evakuation von bestimmten Gebieten vor, während oder nach einem derartigen Ereignis.

Bestehende Konzeptionen werden ergänzt

Der Bevölkerungsschutz des Kantons Aargau hat bereits 2016 gemäss den gesetzlichen Vorgaben des Bundes die Projektarbeit für ein erweitertes Konzept für Evakuation und Kriseninformation gestartet. 

Angegangen und weiterentwickelt wird das Konzept nun in diesem Jahr zusammen mit dem Kanton Solothurn. «So können auch kantonsübergreifend einheitliche Prozesse definiert werden», heisst es im Communiqué.

Das neue Konzept soll die bestehenden Konzeptionen des Solothurner und Aargauer Bevölkerungsschutzes für die Evakuation der Bevölkerung in einer ausserordentlichen Lage ergänzen.

Die Notkommunikation spiele bei der Bewältigung von aussergewöhnlichen Ereignissen eine entscheidende Rolle. Insbesondere wenn die gewöhnlichen Kommunikationswege wie Telefon oder Internet nicht mehr zur Verfügung stehen. Ein Teil des neu zu erarbeitenden Konzeptes widmet sich deshalb allein der Notkommunikation.

Enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern

Tritt ein ausserordentliches Ereignis ein, wird die operative Umsetzung des Konzepts durch die Partner des Bevölkerungsschutzes sichergestellt – von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Zivilschutz und den Technischen Betrieben. Vom Kantonalen Führungsstab waren sie deshalb bereits bisher in Konzeptarbeiten eingebunden. «Sie werden auch im weiteren Verlauf der Konzepterstellung eine entscheidende Rolle spielen», wird betont.

Bis spätestens Mitte 2017 werden die Gemeindebehörden in den Kantonen durch den kantonalen Bevölkerungsschutz über den Inhalt und den Stand der Konzeptarbeiten informiert. Im Verlauf des Jahres 2017 werden die einzelnen Schwerpunkte detailliert ausgearbeitet. Anfang 2018 soll dann die Bevölkerung über die konkrete Ausgestaltung informiert werden. 2019 soll das Konzept Evakuation und Notkommunikation überprüft werden. (ldu)